Pfronten
Die Karten-Ära hat begonnen

Vor zwei Wochen hat für Pfrontens Gastgeber eine neue Ära begonnen: Sie können ihre Gäste seit dem 1. Dezember vom heimischen Computer aus melden, was die ersten zehn Vermieter mittlerweile bereits tun. Eigene Geräte sind dafür nicht notwendig. Ein PC mit Internetanschluss genügt.

Wie das genau funktioniert, das erklärte ihnen Hans-Peter Lichtblau bei der Vermieterversammlung im Alpenhotel «Krone». Der Kappeler ist technischer Betreiber des Systems der elektronischen Gästemeldung, das Gastgebern auch eine neue Werbemöglichkeit eröffnet, wie Tourismusdirektor Jan Schubert erklärte: Für fünf Cent pro Karte können Vermieter auf die Rückseite der neuen Gästekarte «Pfronten Card» ihr Betriebslogo drucken lassen. Im Februar biete man noch eine Schulung im Haus des Gastes zum neuen System an, kündigte Schubert an. Auch, wenn das Jahr um ist, in dem Gästemeldungen parallel herkömmlich auf Papier und neu über das Internet laufen, werde kein Vermieter gezwungen, sich einen Computer zuzulegen, versicherte der Tourismusdirektor auf Nachfrage. «Wir werden bis Ende 2010 noch eine Möglichkeit bekommen, Karten auf schnellem Weg freizuschalten und die Papiermeldung nachzuliefern», so Jan Schubert.

Möglicherweise könne man dann seine Gäste per Telefon melden.

Die «Pfronten Card» bietet als Basiskarte Gästen Leistungen und Ermäßigungen, deren Gastgeber sich nicht an der «KöngsCard» beteiligen, die derzeit 19 Betriebe in Pfronten ausgeben. Zu den Basisleistungen zählt seit kurzem die kostenlose Nutzung der Linienbusse zwischen Nesselwang und Schwangau.

Sorgen, durch die Karte könnte Schindluder mit den Daten der Gäste getrieben werden, entkräftete Hans-Peter Lichtblau: «Durch die Karte allein ist nur eine Nummer nachvollziehbar, die auf den Vermieter hinweist», so Lichtblau. Vom Gast sei noch nicht einmal der Name auf der Karte gespeichert. Seine Daten seien im System hinterlegt. Dort können ihrerseits aber die Gastgeber Daten abrufen, um sie zu Marketingzwecken zu nutzen.

Sie sparten sich Botengänge ins Haus des Gastes und würden kostenlos in den Medien von Pfronten Tourismus genannt, nannte Tourismusdirektor Schubert weitere Vorteile der elektronischen Gästemeldung.

Als Erstausstattung erhält jeder Vermieter pro Bett anderthalb Karten, so Tourismusdirektor Schubert. Man empfehle, vom Gast zwei Euro Pfand für die Karte zu verlangen. Das sei der Selbstkostenpreis. Im Gegensatz zur «KönigsCard», die der Gast als Souvenir mit nach Hause nimmt, soll er die «Pfronten Card» am Ende seines Aufenthalts wieder abgeben. Auf Nachfrage räumte Schubert ein, dass Gäste damit am Abreisetag ebenso wie am Anreisetag vor der Ausgabe der Karte keine Ermäßigungen nutzen könnten. Stammgästen könnte man aber die Karte mitgeben und taggenau zur Anreise «scharf» stellen.

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