Die Handball-Oldies wollen es noch einmal wissen

Von Dagmar Johler | Lindenberg Mit einem Spiel 'Alt gegen Jung' feiert die Handballabteilung des TSZ Lindenberg auf außergewöhnliche Weise ihren Jahresabschluss. Am heutigen Samstag tritt um 17 Uhr in der Dreifachturnhalle eine Auswahl der früheren aktiven Mannschaften ('das Beste der vergangenen Jahrzehnte') gegen das aktuelle Bezirksligateam an. Wir sprachen darüber mit Martin Sinz, seit über 35 Jahren als Spieler, Trainer und Schiedsrichter beim TSZ dabei. Der 54-Jährige betreut das Oldie-Team.

Wollen Ihre Spieler unbedingt mit Zerrungen und Blessuren ins neue Jahr hinüberfeiern?

Martin Sinz: Ich hoffe nicht, dass sich die Partie zu einem Kampfspiel entwickelt. Klar, die alten Herren sind ehrgeizig und wollen vielleicht auch den Glanz alter Tage aufleben lassen. Aber der Spaß soll im Vordergrund stehen.

Das Durchschnittsalter der Oldies beträgt gut über 40 Jahre. Wie will man denn gegen die Jungen bestehen?

Sinz: Wir machen hinten die Abwehr dicht und lassen die Jungen kommen, die uns natürlich läuferisch überlegen sein werden. Aber die 'Alten' werde so manches aus der Trickkiste herausholen.

Aber untrainiert kann man doch nicht in solch eine Partie hineingehen?

Sinz: Natürlich nicht. Einige sind noch als Jugendtrainer aktiv, andere treiben sonst viel Sport. Fit sind fast alle, aber halt auch über 40.

Wie haben Sie Ihre Mannschaft vorbereitet? Sprungwürfe geübt, Spielzüge einstudiert und Kreisläuferanspiel trainiert?

Sinz: Laufeinheiten und der Kontakt mit dem Ball wieder auffrischen - das waren so die wichtigsten Ziele im Training.

Welche Handballer aus früheren Glanzzeiten haben Sie reaktiviert?

Sinz: Mit dabei werden Florian Kaiser, die Brüder Rädler, Matthias Dorn und Klaus Maurer sein. Der älteste in der Runde ist Jürgen Somfleth, der aber mit seinen 50 Jahren noch fit ist.

Welche gravierendsten Unterschiede bestehen denn zwischen dem aktuellen Handballsport und dem in den 70er-Jahren?

Sinz: Das Spiel ist viel schneller geworden, die meisten Tore werden über Tempogegenstöße erzielt. Auch die Deckung ist sehr offensiv, das macht den Sport so attraktiv.

Zum Schluss noch ein Tipp? Wie geht das Spiel aus?

Sinz: Wir haben das Handballspielen nicht verlernt und die junge Mannschaft ist noch im Aufbau. Das wird ein knappes Ding.

Und wie viele Blessuren müssen behandelt werden?

Sinz: Ich hoffe keine, denn hinterher gibt es eine richtig gute Party.

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