Buchloe
«Die Enttäuschung ist ziemlich groß»

Trotz seiner erst 28 Jahre ist Christopher Lerchner beim ESV Buchloe so etwas wie ein Urgestein. Die siebte Saison spielt der gebürtige Buchloer mittlerweile schon für die Piraten, wohl kaum ein anderer kennt sich mit dem Eishockey an der Gennach besser aus. Vor dem letzten Hauptrundenspiel des ESV am Sonntagabend in Pfronten (18 Uhr) hat sich die Buchloer Zeitung mit dem Verteidiger über das Verpassen der Play-offs, die jüngste Niederlagenserie und das Thema Klassenerhalt unterhalten.

Obwohl die Play-offs zwischenzeitlich immer in Reichweite waren, ist es am Ende nun doch nur die Abstiegsrunde für den ESV geworden. Ist die Enttäuschung in der Mannschaft groß?

Christopher Lerchner: Ziemlich groß sogar. Nach dem dem Trainerwechsel Mitte November ist es bei uns ja ziemlich gut gelaufen. Angesichts unseres Leistungsvermögens bin ich daher schon davon ausgegangen, dass wir nach Abschluss der Hauptrunde unter den ersten acht Mannschaften stehen - bis zu dem Spiel in Erding, wo der Einbruch kam. Am Ende hat uns irgendwie die Konstanz gefehlt.

Anstatt der erhofften Punkte gab es zuletzt fünf Niederlagen in Serie. Lag es nur am starken Restprogramm oder war auch ein bisschen die Luft raus?

Lerchner: In den vergangenen Spielen hatte ich das Gefühl, dass unsere Gegner im Gegensatz zu uns in den entscheidenden Phasen immer eine Schippe drauflegen konnten. Wo die Ursache dafür liegt, ist schwer zu sagen. Vielleicht lag die Wurzel des Übels schon in der Saisonvorbereitung.

Wäre mehr drin gewesen, wenn Norbert Zabel schon von Beginn der Saison an Trainer gewesen wäre?

Lerchner: Vermutlich wäre dann der Saisonstart besser gelaufen. Gerade da haben wir viele wichtige Punkte liegen gelassen. Vielleicht kam der Trainerwechsel etwas zu spät. Aber alles nur daran festzumachen, wäre zu einfach.

Zwei Teams steigen am Ende der Saison in die Landesliga ab. Mit den abgeschlagenen Mannschaften Pfronten und Dingolfing scheinen auch schon zwei aussichtsreiche Kandidaten für diesen Gang festzustehen. Kann es am Ende trotzdem nochmal spannend für den ESV werden?

Lerchner: In der Abstiegsrunde wird es mit Sicherheit sehr eng zugehen. Vor allem in den finalen Entscheidungsspielen kann eigentlich alles passieren (Modus siehe Infokasten). Pfronten und Dingolfing sollte man nicht unterschätzen. Die konnten sich im Prinzip bereits die ganze Hauptrunde über auf die Play-downs einstellen. Für die geht die Saison jetzt erst richtig los. Wir wollen die Spielzeit einfach konzentriert zu Ende bringen. Wenn wir dabei an die Leistung vom Dezember anknüpfen können, sollte der Klassenerhalt kein Problem sein.

Mit der Leistung, die wir zuletzt gezeigt, haben, kann es aber schwer werden.

Stefan Drescher

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