Die Chronik

Der Koneberg ist bereits seit langem bewohnt. Der Name stammt von einem Ritter namens Kuno. Auf der Burg lebten jahrhundertelang die Herren von Koneberg. Ab 1425 wechselte die Burg mehrmals den Besitzer und fiel schließlich in den Besitz von Dominikus Honold, der 1514 in Kaufbeuren geboren wurde. Dieser Handelsmann und Ratsherr wurde 1538 in Augsburg in das Patriziat erhoben und ließ 1545 an Stelle der Ritterburg das Schloss Koneberg erbauen.

1673 erwarb der Augsburger Fürstbischof Johann Christoph Freiherr von Freiberg für 31 000 florentinische Gulden das Schloss samt dem Dorf Ummenhofen. Somit war das Schloss in Besitz des Hochstifts Augsburg gelangt und wurde Sitz des fürstbischöflichen Pflegers von Buchloe-Helmishofen. Ein Pfleger war im Mittelalter eine Art Burggraf, der für Verwaltung und Verteidigung einer Burg verantwortlich war. Im späten Mittelalter entwickelte sich der Pfleger zu einem Amtsträger mit administrativen und juristischen Aufgaben. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (bis zu dessen Auflösung im Jahre 1806) kümmerte sich der Pfleger um die öffentliche Ordnung und Sicherheit und protokollierte Verträge. Er übte sozusagen das Amt eines Landrates und Amtsrichters aus.

Die Pfleger und Pflegverwalter des Hochstifts nutzten bis 1725 das Schloss als Sitz. Dann allerdings war für sie ein neues Amtshaus in Buchloe fertiggestellt. Dort wohnten die Pfleger, bis der kurpfalz-bayerische Landrichter an ihre Stelle trat. Auf dem Schloss Koneberg blieb danach nur noch ein Kastner, was so viel wie ein Kämmerer oder Steuerbeamter ist - sowie in einem Nebengebäude der Revierförster.

Bis 1804 war das Schloss Koneberg Sitz des Rentamtes Buchloe, also der Finanzverwaltung. Ab 1806 wurde mit dem Abbruch des Schlosses begonnen, einem allmählichen Vorgang. Es wurde jeweils Steinmaterial für anstehenden Neubauten entnommen. Im Jahr 1829 waren nur noch Ruinen zu sehen.

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