Bad Hindelang
Die Berge - vom Allgäu bis nach Patagonien

Kondition und Sitzfleisch waren gefragt bei der «5. Allgäuer Bergsicht» in Bad Hindelang: Bei zwölf spektakulären Vorträgen an einem Wochenende konnte man kreuz und quer über den Globus reisen.

Während am Freitag der Kursaal in Hindelang noch etwas dünn besetzt war, waren am Samstag die Reihen besser gefüllt. Und so konnte Organisator Stefan Heiligensetzer ein positives Fazit ziehen: «Wir sind insgesamt zufrieden und werden nächstes Jahr weitermachen.»

Ob sich der neue Standpunkt Bad Hindelang halten lässt, ist momentan noch offen. Gebäude und Unterstützung der Gemeinde wären ideal, allerdings wünschten sich einige Besucher aus Westen und Norden einen zentraleren Ort. Überlegt wird auch, das Marathon-Programm in Zukunft zu straffen. Weiterhin erhalten bleiben sollen die - dank der Sponsoren - günstigen Eintrittspreise.

Das Programm entpuppte sich als gelungene Mischung aus Allgäuer Themen (Jürgen Schafroth und Gerhard Bauer drehten vor der Haustür) und der großen weiten Welt. Leidenschaft und Begeisterung zeichneten alle Referenten aus.

«Am schönsten Ende der Welt»

Der patagonienbesessenen Ralf Gantzhorn etwa, der schon 19 Mal am «schönsten Ende der Welt» war, bekommt ein Flackern in den Augen wie ein frisch Verliebter, wenn er von der Weite der Landschaft erzählt, den plötzlich aufragenden Granitzähnen und den irren Wolkenbildern, die sich bei Dauerföhn ergeben. Auch kritische Stimmen fehlten nicht - wie die von Hajo Netzer, der mit trockenem Humor den Trubel am Denali (Mt.

McKinley) kommentierte: Da machten Amerikaner mit Gettoblastern bis spät in die Nacht im Hochlager Party oder überforderte Bergamateure wollten sich etwas beweisen - und würden dann von Profis wie Netzer gerettet.

Natürlich ist so eine Veranstaltung auch ein Szene-Treffpunkt - entsprechend wurde zwischen den Filmen im Foyer diskutiert. Unterm Strich kann man nur hoffen, dass sich Macher Stefan Heiligensetzer (heuer unterstützt von der DAV Sektion Allgäu-Immenstadt) auch im kommenden Jahr wieder derart engagiert. Er selbst sagt: «Es macht mir Spaß, sonst könnte man so etwas nicht durchziehen.»

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