Oberstdorf
Deutsche Skispringer bis 2014 wieder Spitze?

Der Generationswechsel ist mit Shootingstar Pascal Bodmer eingeleitet, bis 2014 sollen Deutschlands Skispringer wieder die Nummer 1 der Welt sein. Auf dieses visionäre Ziel haben sich der Deutsche Skiverband (DSV) und Bundestrainer Werner Schuster geeinigt, der seinen 2011 auslaufenden Kontrakt zumindest um drei weitere Jahre verlängern soll. 'Wir wollen bis 2014 wieder die führende Nation im Skispringen werden', sagt DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller dem Sport-Informations-Dienst. Noch in diesem Winter will er Chefcoach Schuster bis zu den übernächsten Winterspielen in Sotschi verpflichten. Die ersten Erfolge der grundlegenden Neustrukturierung der deutschen Talententwicklung sind schon im zweiten Winter unter der Führung des intelligenten Österreichers spürbar.

Der 18 Jahre junge Pascal Bodmer startete als Zweiter beim Weltcup-Auftakt - dem bislang einzigen deutschen Podestplatz des Winters - direkt in die Weltspitze durch.

In Junioren-Weltmeister Andreas Wank (21) und Richard Freitag (18) machten beim Auftaktspringen der 58. Vierschanzentournee in Oberstdorf zwei weitere Youngster Hoffnung auf neue deutsche Erfolge. Es wird auch Zeit, schließlich sind seit dem letzten Tagessieg beim Skisprung-Grand Slam durch Sven Hannawald sieben Jahre vergangen.

'Bodmer ist der Zündfunke. Wenn wir ein paar Jahre so weiterarbeiten können und alle an einem Strang ziehen, dann kann da was entstehen', sagt Schuster, der an den Durchmarsch an die Weltspitze glaubt:

'Österreich hat auch 2000 angefangen. Damals haben sie neidisch nach Deutschland mit Schmitt und Hannawald geschaut. Seit 2006 sind sie ganz oben. Da können wir auch hinkommen, wenn wir an die Vision glauben.'

Seit seinem Amtsantritt als Nachfolger des glücklosen und inzwischen in die Talententwicklung eingebundenen Peter Rohwein arbeiten in der Trainerschaft alle auf dieses Ziel hin.

Stefan Horngacher hat den deutschen B-Kader (Schuster: 'Der macht die gleiche Arbeit wie ich, nur registriert das niemand in der Öffentlichkeit') in die Reihe der Topnationen im Continentalcup geführt. Darunter arbeitet im C-Kader mit Richard Schallert seit diesem Winter ein dritter international angesehener Experte aus dem Land der Austria-Adler.

Die Talente stehen im Blickpunkt, aber Schuster fördert auch die Routiniers wie Vizeweltmeister Martin Schmitt oder Michael Uhrmann nach besten Kräften. 'Die älteren Springer werden immer älter, da ist es schwer, große Entwicklungen herbeizuführen. Aber sie sind auch für die Entwicklung der jungen Springer extrem wichtig', sagt der 40-Jährige.

Er will erst nach der Nordischen Ski-WM 2011 in Oslo entscheiden, ob er den Weg an die Spitze bis 2014 führen will: 'Ich muss sehen, dass ich etwas bewirken kann. Sonst muss es ein anderer machen. Aber derzeit fühle ich mich wohl und habe das Gefühl, dass ich das Team erreiche.'

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