Füssen
Der Theresienhof steht auf der Kippe

Das geplante Einkaufszentrum Theresienhof steht auf der Kippe: Denn keiner der vom Stadtrat favorisierten Großen aus der Textilbranche will sich in Füssen ansiedeln, hieß es nun im Gremium. Mit dem Investor und dem Projektentwickler wollen die Kommunalpolitiker nun bis Ende Februar klären, ob das Projekt noch sinnvoll ist. «Dann müssen wir einen Schlussstrich ziehen mit einem Ja oder Nein», meinte Bürgermeister Paul Iacob (SPD).

Schon seit dem Jahr 2005 gibt es die Idee für ein Einkaufszentrum auf der Fläche zwischen Theresienstraße und Sparkasse. Attraktive Geschäfte nach Füssen holen, um den Kaufkraftabfluss in andere Regionen zu stoppen: Dieses Ziel verfolgten Christian Gangl und sein Nachfolger Iacob mit dem Einkaufszentrum. Den Theresienhof mit einer Verkaufsfläche von rund 4000 Quadratmetern wollte die Oberstdorfer Unternehmensgruppe Geiger bauen - bisher wurde eine Investitionssumme in Höhe von 9,7 Millionen Euro genannt. Doch getan hat sich bislang wenig, wenn man davon absieht, dass zwei städtische Häuser an der Schulhaus-/Theresienstraße dem Vorhaben weichen mussten.

Am Dienstagabend ging es nun im Stadtrat um das Projekt - eigentlich sollten die Kommunalpolitiker laut Tagesordnung darüber hinter verschlossenen Türen sprechen. Doch auf Antrag von Petra Schwartz (Grüne) wurde die Beratung in den öffentlichen Teil der Sitzung verlegt. Das Hauptproblem in Sachen Theresienhof kristallisierte sich schnell heraus: Seitens der Stadt wird gewünscht, dass sich entweder «C & A», «H & M» oder «K & L» in Füssen ansiedeln - als Magnet für das künftige Einkaufszentrum und als Ergänzung des vorhandenen Sortiments. Doch die wollen nicht, mussten die Projektentwickler erfahren.

«Wir treten auf der Stelle»

Das konnte Stadtbaumeister Theo Fröchtenicht bestätigen, der mit einem der Favoriten ein Gespräch geführt hatte: Nur die 1a-Lage in der Reichenstraße wäre für diesen interessant, nicht aber die 1b-Lage Theresienhof oder Morisse. In den vergangenen Jahren habe man sich eine Abfuhr nach der anderen eingeholt. Fröchtenichts Fazit: «Wir treten mit dem Projekt auf der Stelle.» Keine Probleme habe man mit einem Drogerie- oder Lebensmittelmarkt für das Einkaufszentrum.

Von Seiten der Projektentwickler ist zwar eine Textilkette gefunden worden, die sich im Theresienhof ansiedeln würde - doch von diesem Unternehmen erwartet sich der Stadtrat nicht die Magnetwirkung wie bei seinen Favoriten. Bürgermeister Iacob will im neuen Jahr definitiv geklärt wissen, welche Unternehmen sich im Theresienhof ansiedeln würden.

Im Februar soll der Stadtrat entscheiden, ob das Projekt weiter verfolgt wird oder nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019