Der mit dem rosa Panther tanzt

Musikverein Weiler bietet ein abwechslungsreiches und technisch anspruchsvolles Programm Weiler (sh). Wie bereits in den vergangenen 50 Jahren war das Osterkonzert des Musikvereins Weiler ein musikalischer Höhepunkt. In der vollbesetzten Halle der Grund- und Hauptschule präsentierten sich die über 40 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung ihres Dirigenten Gebhard Ihler als ausgeglichener Klangkörper mit einem abwechslungsreichen Programm..

Beim 'Krönungsmarsch' aus der Oper 'Der Prophet' harmonierte der Wechsel zwischen gefühlvollen Passagen und kraftvoll majestätischen Klängen. Ebenfalls gelungen war die Interpretation der Filmmusik zu 'Der mit dem Wolf tanzt'. Mit angenehm weichen Klängen und einer stets ausgeglichenen Balance zwischen den einzelnen Registern wurden Melodien mit Gänsehaut-Charakter aufgeführt. Souveränität bewies Rupert Wiedemann mit den Soloparts am Flügelhorn. Eine nicht ganz einfache Aufgabe hatten die Musiker bei der Interpretation des darauffolgenden Konzertwalzers 'G´schichten aus dem Wienerwald' von Johann Strauß junior. Die ausgezeichnete Bearbeitung der fünf in tonaler Folge wechselnden Walzer wurde technisch perfekt und größtenteils feinfühlig gemeistert. Dynamisch abwechslungsreich erklang 'The last Rose of Summer', die Arie aus der Oper 'Martha' von Friedrich von Flotow. Auch wenn die meisten Besucher mit dem Titel des Stückes zu Beginn nicht viel anfangen konnten, so kam doch spätestens nach den ersten Tönen der berühmte 'Aha-Effekt'. Das oft gehörte sentimentale Thema des Werkes wurde zu Beginn gefühlvoll und andächtig durch Andrea Ihler auf der Querflöte vorgestellt. Nach der konzertanten ersten Hälfte war der zweite Teil der Unterhaltungsmusik gewidmet. Hier hörte man, wie wohl sich der Musikverein Weiler darin fühlt. Dynamisch kontrastreich wurde das Wicki-Medley von Stefano Conte dargeboten. Einfach, aber sehr clever hat Filmkomponist Henry Mancini sein Werk 'The Pink Panther' aufgebaut. Gegenüber dem Original fehlte dem Arrangement leider etwas Frische. Dies glichen die Musiker um den Tenorsax-Solisten Sigfried Ihler jedoch aus, so dass sich die Zuhörer entspannt zurücklehnen und eine gute Portion Big-Band-Sound genießen konnten. Bedauerlicherweise waren hier der E-Bass und die Tuba zu stark im Vordergrund. Das richtige Gespür bewies der Musikverein bei dem Marsch 'Bravour-Trommler'. Hier wurde erfrischend musiziert, die einzelnen Einsätze der Register gut hervorgehoben. Die rhythmisch nicht immer ganz einfachen Soli auf der kleinen Trommel stellten für Klaus Marth keine Schwierigkeiten dar. Ebenso wenig Anstrengungen schien das nächste Stück dem Solisten Rolf Ihler zu bereiten. Mit einem sauberen und brillianten Ton bewies er, dass die Töne weit oberhalb der Notenlinien auch auf der Trompete spielbar sind. Die zurückhaltende und elegante Begleitung des restlichen Orchesters war äußerst lobenswert, und auch die zweite Solo-Stimme durch Wolfgang Karrer verdient Anerkennung. Mit einer Mischung aus Rock´n´Roll, Dixie und mexikanischer Folklore ertönten 'Herb Alpert Golden Hits', bei dem die Besucher vergnügt mit den Füßen wippten. Damit nicht genug der Ehre: Bezirksleiter Roland Paulus würdigte Christian Mayr für sein 15-jähriges Engagement beim Musikverein und Martin Hane für das erfolgreiche Bestehen der 'Bläserprüfung in Silber'.

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