Unterdießen
Der Lohn der Sparsamkeit

Vertreter der örtlichen Vereine, der lokalen Wirtschaft sowie der Kirche und Verwaltung begrüßte Unterdießens Bürgermeister Dietmar Loose mit den besten Wünschen für das kommende Jahr beim Neujahrsempfang.

Ein Rückblick auf das vergangene Jahr, geprägt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise, rief noch einmal die Geschehnisse der vergangenen zwölf Monate in Erinnerung. «Was für ein Verfall der Managermoral bedeutet es, wenn Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden», so das Resümee. Loose fordert in einer globalen Wirtschaft, in der Missbrauchsgefahren deutlich gewachsen seien, sich der moralischen Verpflichtungen und sozialen Werte bewusst zu werden und das Gewissen zu schärfen. «Allerdings meine ich auch, dass wir in Deutschland gut vorbereitet sind und Chancen haben, als einer der Gewinner dieser Krise hervorzugehen.»

Nach dieser Einleitung über die «große Staatsführung» folgte der Einstieg in die Gemeindepolitik. «Einiges haben wir auf den Weg gebracht, dessen Auswirkungen erst in den kommenden Jahren zum Tragen kommen wird, wobei unser Hauptaugenmerk auf einer Konsolidierung lag. Zudem waren wir extrem sparsam, sodass die im Haushalt geplante Kreditaufnahme nicht benötigt wurde. Allerdings sind geplante Grundstückskäufe und Erschließungen nicht getätigt worden.» Dabei ist hervorzuheben, dass die Gemeinde am Ende des vergangenen Jahres schuldenfrei geblieben ist. Der Wermutstropfen sei jedoch, dass schwierige Jahre ins Haus stehen, da die künftigen Einnahmen extrem sinken würden. So betrug beispielsweise die erwartete Gewerbesteuer von 125000 Euro tatsächlich nur 40000 Euro und das bei steigenden Ausgaben.

An größeren Vorhaben erwähnte der Rathauschef die Erschließung eines weiteren Baugeländes sowie die Erweiterung des vorhandenen Gewerbegebietes, die künftige Breitbandversorgung, die Umstrukturierung des Schulwesens und die Tunnelung der B17 zum Gemeindeteil Dornstetten. Abschließend richtete der Bürgermeister seinen Dank an die Gewerbetreibenden, die mit ihren Steuern zur Finanzierung wichtiger Aufgaben beitragen, an die Vereine für ihr Engagement, an die Ratskollegen für die gute Zusammenarbeit und letztlich an seine Familie, «ohne deren Unterstützung und Verständnis ich mein Ehrenamt schwerlich ausüben könnte».

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