Berlin / Ostallgäu
«Der krönende Abschluss eines erfolgreichen Jahres»

Große Freude herrscht bei der Nationalmannschaft im Rollstuhlcurling: Das von Helmar Erlewein aus Schwangau trainierte Team wurde in Berlin zur Mannschaft des Jahres im Behindertensport gekürt. Im Rahmen der Benefizgala «Nacht der Stars» erhielten Sportler, Trainer und Betreuer nun die Auszeichnung.

Glückwunsch, Herr Erlewein. Wie war denn das Gefühl bei der Ehrung inmitten der vielen Stars?

Erlewein: Einfach toll. Unsere Laudatio hat der ehemalige Kunstturner Ronny Ziesmer gehalten, der vor fünf Jahren einen Trainingsunfall hatte und nun als Rollstuhlfahrer nach Berlin kam. Willi Lemke hat als Sonderbeauftragter der UN die Grüße der Vereinten Nationen übersendet. Wir hatten die Möglichkeit, viele persönliche Kontakte zu knüpfen. Am meisten überwältigt waren wir aber vom Beifall des Publikums, der uns zusätzliche Motivation für kommende Aufgaben gibt.

Christiane Steger, die neue Spielerin aus Füssen, war nicht dabei.

Erlewein: Sie konnte aufgrund einer Erkrankung nicht da sein. Auch unsere Physiotherapeutin Marion Demeter fehlte aus beruflichen Gründen. Sonst war das ganze Team dabei. Wir sind zur Gala direkt von einem Turnier angereist.

Ihr Team hat sich bei der Verleihung gegen namhafte Konkurrenz durchgesetzt.

Erlewein: Wir haben uns in diesem Finale überraschend deutlich gegen die Rollstuhlbasketballer der Frauen und gegen die männlichen Sitzvolleyballer durchgesetzt. Für uns ist der Titel der krönende Abschluss eines erfolgreichen Jahres und nicht zuletzt ein tolles Karriereende für Astrid Hör aus Schwenningen. Ich denke jedoch, dass sich alle drei Teams im Finale als Sieger fühlen dürfen.

Der größte sportliche Erfolg war sicher die Qualifikation für die Paralympics in Vancouver.

Erlewein: Die Mannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Vancouver Bronze gewonnen - und sich dadurch erstmals für die Spiele qualifiziert. Hinzu kommt, dass wir zuletzt bei internationalen Turnieren in der Schweiz, in Schottland sowie Dänemark mit zweiten Plätzen erfolgreich waren. Besonders wichtig ist jedoch, dass wir zu einem tollen Team zusammengewachsen sind und sich unser Neuzugang aus Füssen gleich bei und wohlgefühlt hat.

Was folgt nun auf die Auszeichnung?

Erlewein: Wir sind von Berlin aus wieder direkt zum Turnier in die Schweiz geflogen. Von unseren Nationalspielern werden eine professionelle Einstellung und viel persönliches Engagement gefordert. Immerhin ist das Vorbereitungsprogramm auf die Spiele in Vancouver sehr umfangreich.

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