Unterallgäu
«Der Knoten scheint gelöst»

Der diesjährige Kreishaushalt könnte allen wesentlichen Ansprüchen gerecht werden. Dies wurde in der jüngsten Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses deutlich. Während Kreiskämmerer Michael Sturm angesichts der Vorgaben «keine Nettoneuverschuldung», «kein Anstieg der Kreisumlage» und «hohe Investitionen» noch vor wenigen Wochen die Sorgenfalten auf der Stirn standen, sind diese Zielsetzungen nun durchaus realistisch. Geplant sind Investitionen in Höhe von 16,3 Millionen Euro. Über die Hälfte davon (rund 8,2 Millionen Euro) sind für Schulprojekte vorgesehen.

Auch Landrat Hans-Joachim Weirather war die Erleichterung anzumerken: «Der Knoten, der ja ein paar Enden hatte, scheint gelöst.» Wie berichtet hatte sich ursprünglich eine Deckungslücke von vier Millionen Euro aufgetan, die mit Einsparungen und aufgeschobenen Investitionen zuerst auf 1,9 Millionen und nun auf 1,6 Millionen Euro schrumpfte. Mittlerweile rechnet der Kreiskämmerer mit Haushaltsverbesserungen aus dem Vorjahr von insgesamt 1,75 Millionen Euro. Diese Summe könne zwar nicht komplett dazu verwendet werden, um das Loch zu stopfen, trotzdem geht die Rechnung womöglich auf.

Dazu soll der Fehlbetrag zunächst von 1,6 Millionen Euro um 300000 Euro sinken, indem die Kreiskliniken statt der bisher geplanten 2,8 Millionen Euro zum Ausgleich ihrer Verluste 2,5 Millionen Euro erhalten. Im Gegenzug schlägt die Verwaltung vor, den Kliniken aus den Haushaltverbesserungen 800000 Euro zu überweisen, um Verluste abzudecken und die geplante neue Notaufnahme zu bezuschussen.

Rückerstattungen des Schulwerks erwartet

Die erwarteten Rückerstattungen des Schulwerks der Diözese Augsburg in Höhe von rund 350000 Euro würden den Haushalt weiter entlasten. Übrig bliebe ein Fehlbetrag von 950000 Euro, der mit den verbleibenden Haushaltsverbesserungen gedeckt werden könnte.

«Der Haushalt ist extrem eng kalkuliert», räumte Kämmerer Michael Sturm ein. Anders wären jedoch die Investitionen in Höhe von 16,3 Millionen Euro wohl nicht ohne neue Schulden zu stemmen gewesen. 4,41 Millionen Euro sind demnach für die Erweiterungen des Ottobeurer Rupert-Ness-Gymnasiums und die Realschule in Babenhausen eingeplant.

Für den kulturellen Bereich sind bislang 684300 Euro veranschlagt, wobei die größten Summen in das Bauernhofmuseum Illerbeuren (322500 Euro), die Erwachsenenbildung (64000 Euro) und das Landestheater Schwaben (54700 Euro) fließen sollen. Der Ausschuss empfahl dem Kreistag einstimmig, den vorgeschlagenen Haushalt in den Bereichen Schulen und Kulturpflege anzunehmen.

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