Füssen
Der «Kaiser» dankt ab

Der Kaiserverein hat einen neuen Vorsitzenden: Peter Witzgall ist Nachfolger von Manfred Wagner. Dieser wiederum kandidierte bei der Jahresversammlung erfolgreich für das Amt des Vize-Vorsitzenden. Für das Führungsduo und Christa Kohler - als Schatzmeisterin neu im Vorstand - ist das Füssener Kaiserfest wichtigster Punkt in den nun anstehenden Planungen für ein Programm 2010, das in jedem Fall die Historischen Gerichtstage erneut in die Altstadt holt.

«Weiterhin pflegen wir Partnerschaften, die sich bewährt haben», sagte Witzgall vor 34 teilnehmenden Mitgliedern. Dass der Burgenverein und die Touristik in Eisenberg auf die Kaiserlichen bauen, brachte Günther Pleier unter Beifall zum Ausdruck. Der Kontakt werde enger, so der Burgenverein-Vorsitzende. Witzgall hat noch einen anderen attraktiven Ort für Veranstaltungen im Visier. «Wir führen Gespräche mit dem Festspielhaus Füssen.» Seine Vorstellung ist, hier irgendwann einen Markttag «wie im Mittelalter» anzubieten.

Schriftführer Siggi Martick trug aus seiner mit viel Sorgfalt geschriebenen Chronik auch die wenig erfreulichen Erlebnisse vor. So ging er zum Beispiel darauf ein, dass sich eine (Fürsten-)Gruppe Selbstständigkeit auf die Fahnen schrieb. Einige Vereinsmitglieder ließen durch ihr Verhalten die «zielgerichtete Zusammengehörigkeit nicht mehr klar erkennen», wie Wagner erklärte.

Im Rückblick hielt er sich aber nur kurz bei offenbar gravierend unterschiedlichen Auffassungen zwischen der Stadt und dem Kaiserverein auf. Wagner sprach lieber von einer erfreulichen Entwicklung: «Unser Verein expandiert.» Die Kaiserlichen sind 140 Mitglieder stark - «und über die Grenzen hinaus bekannter geworden».

Eigene Fahne im Visier

Die Gerichtstage mit Prozessen, wie sie im Mittelalter gang und gäbe waren, haben viele Schaulustige zum Schrannenplatz gelockt. «Die Zusammenarbeit mit dem Aichacher Volkstheater und den mittelalterlichen Händlern war in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg», freute sich Witzgall. «Durch das Besucherinteresse bei den Historischen Gerichtstagen konnten wir auch unsere Vereinskasse wieder etwas auffüllen.

» Dadurch rücke die eigene Fahne näher. «Dafür gibt es bereits einen Entwurf.»

Zügig gingen die Neuwahlen über die Bühne. Die Vereinsmitglieder beschlossen zudem folgende Änderung ihrer Satzung: Wenn die Kaiserlichen sich auflösen oder der Verein seine Gemeinnützigkeit verlieren sollte, entscheidet die eigens einberufene Versammlung über die Verwendung des möglichen Vermögens. Der ursprüngliche Passus hatte noch ausdrücklich die Stadt Füssen als «Erben» genannt.

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