Lamerdingen
Der Blick ist weiter nach oben gerichtet

Sie waren an allen 17 Spieltagen bislang nicht schlechter als Tabellenplatz fünf und dennoch ist jetzt, mit Beginn der Winterpause, bei den Fußballern des FSV Lamerdingen ein wenig Ernüchterung eingetreten. Seit Anfang November wartet der Kreisligist jetzt schon auf einen Sieg, verlor gar drei der letzten vier Spiele. Die Buchloer Zeitung hat den FSV zum Ende des Jahres auf Herz und Nieren durchgecheckt.

l Der Leistungseinbruch: Bis zum 15. Spieltag haben die Lamerdinger gerade einmal eine Partie verloren. Das 2:4 gegen den TV Erkheim ist bislang auch die höchste Saisonniederlage. Der FSV stand sechs Wochen lang sogar an der Tabellenspitze, fünf weitere Wochen war er Zweiter. Doch seit Anfang November läuft es nicht mehr. «Wir sind super in die Runde gestartet, alle Mann waren an Bord. Doch im Laufe der Zeit hat das nachgelassen», sagt Trainer Thomas König. Mit Bernhard Fendt und Alexander Wunder fehlen ihm zwei wichtige Spieler verletzt, zudem habe bislang keiner die Abgänge der beiden Leistungsträger Patrick Starker (TSV Landsberg) und Christian Wörle (TSV Schwabmünchen) kompensieren können. «Dann habe ich auch noch viele Schichtarbeiter und Studenten in der Mannschaft, die nicht oder nur selten trainieren können», so König weiter.

Auf Dauer mache sich das auch in der Formkurve bemerkbar.

l Das Saisonziel: Offiziell wollen sie an der Spitze der Kreisliga mitspielen, insgeheim hoffen die Lamerdinger aber immer noch darauf, den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga zu schaffen. «Dieses Ziel ist noch nicht abgeschrieben. In der Mannschaft steckt so viel Potenzial», meint der Trainer. König hofft nun, dass sein Team in der Winterpause wieder neue Kräfte sammeln kann. Zudem baut er auf die Ausgeglichenheit der Liga. «Eigentlich kann jeder jeden schlagen. Ich bin mir sicher, dass auch die anderen Teams von der Tabellenspitze noch Punkte liegen lassen», sagt König.

l Die Stärken: Vor allem auswärts sind die Lamerdinger richtig stark. Von acht Partien wurde nur eine verloren, ligaweit hat nur der FSV Amberg in der Fremde mehr Punkte gesammelt. Auffällig sind auch zwei weitere Statistiken: Die meisten Tore (9) haben die Lamerdinger direkt nach dem Seitenwechsel erzielt, also zwischen der 45. und 60. Minute. König erklärt das so: «In der Halbzeit habe ich noch mal die Möglichkeit, die Elf wach zu rütteln oder Umstellungen vorzunehmen.» Aber auch in den ersten Minuten nach Spielbeginn ist der FSV hoch konzentriert. Bis zur 15. Minute haben die Kicker bisher gerade einmal zwei Gegentore in 17 Spielen kassiert. Und das wiederum spricht für die Motivationskünste Königs.

l Was sonst noch war: Der FSV Lamerdingen zählt zu den Publikumsmagneten der Kreisliga. Obwohl es zu Hause nicht immer nach Plan läuft, kommen im Durchschnitt 201 Zuschauer zu den Heimspielen. Hinter Erkheim (248) und Pforzen (221) ist das der dritte Platz in der Zuschauerrangliste. Und auch in der Fair-Play-Wertung spielt der FSV ganz vorne mit: Mit nur zwei gelb-roten Karten liegen die Ostallgäuer auch dort auf dem dritten Platz.

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