Kempten
«Dem Gefühl folgen» ist das Lebensmotto des ältesten Kempteners

Es ist das Jahr, in dem Einstein den ersten Teil seiner Relativitätstheorie veröffentlicht. An der Macht ist Kaiser Wilhelm II und die deutsche Kolonie Togoland wird in Togo umbenannt. Während in Russland blutig die Revolution beginnt, hat in Steinberg (Kreis Ulm) gerade ein kleiner Junge das Licht der Welt erblickt. Paul Baier heißt er - und ist 105 Jahre später der älteste Bürger Kemptens. Kein Wunder, dass da bei der gestrigen Geburtstagsfeier vielfach das feine «Pling» anstoßender Sektgläser erklang. Der Jubilar selbst ließ es sich nicht nehmen, eine Rede zu halten.

«Wenn man seinem Gefühl folgt, wird Gutes geschehen», berichtete Baier denn auch von einem wichtigen Grundsatz seines erfüllten Lebens. Nach der Volksschule hatte er eine Lehre als Schriftsetzer gemacht und war 1923 Berufssoldat geworden. Mit seiner großen Liebe Hermine gründete er eine Familie. Zwei Söhne, fünf Enkel und sieben Urenkel sind die Nachfahren. Während des Zweiten Weltkriegs war er in Ost und West eingesetzt und wurde 1954 zum Aufbau des Technischen Hilfswerks und der Bundeswehr nach Kempten berufen. Mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes wurde Baier in den Ruhestand verabschiedet. Seit einigen Jahren nun lebt er im Margaretha- und Josephinen-Stift, wo er auch seine Lebens- und Berufserinnerungen in Buchform niederschrieb.

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