Denklingen
Debatte um Zuschuss für Sportheim

Die jüngste Ratssitzung erinnerte an eine Bürgerversammlung. So viele Denklinger - rund 70 an der Zahl - waren gekommen. Grund für den laut Bürgermeisterin Viktoria Horber zuvor nie da gewesenen Andrang: Die Diskussion über die gemeindlichen Zuschüsse für Vereine und besonders zum geplanten Neubau des VfL-Sportheims.

Wie berichtet, hatte der Denklinger Rat in der Sitzung vom 15. Januar beschlossen, allen Vereinen gleichermaßen künftig einen Zuschuss für Investitionen in Höhe von 20 Prozent zu gewähren. Die neuen Förderrichtlinien wurden einstimmig abgesegnet. Nach dem Ratsbeschluss war in der Jahresversammlung des VfL Denklingen deutlich zum Ausdruck gekommen, dass der Verein sich viel mehr Förderung als die 20 Prozent von der Gemeinde erwartet hatte. Alleine könne man die übrigbleibenden Kosten für den Neubau nicht stemmen.

Antrag zweier Gemeinderäte

Kurz nach dem Ratsbeschluss ging zudem ein Antrag der Gemeinderäte Regina Wölfl und Wolfgang Martin ein, in der verschiedene Änderungen der Zuschussrichtlinien gewünscht werden. Unter anderem wird im Antrag folgender Zusatz gefordert: «Bei Neubauten und Instandsetzungen von Vereinsgebäuden, die finanziell mögliche Rahmen des örtlichen Vereins übersteigen, wird über eine gesonderte Bezuschussung seitens der Gemeinde von Fall zu Fall entschieden ()» Dieser Antrag stand nun zur Diskussion - obwohl diese von Bürgermeisterin Horber wegen des kurz zuvor einstimmigen Ratsvotums nicht erwünscht war. Ihr Antrag zur Geschäftsordnung, ohne Diskussion gleich über den Wölfl/Martin-Antrag abzustimmen, fand allerdings keine Mehrheit.

Stattdessen meldete sich Andreas Horber zu Wort und kritisierte die Ratskollegen, die den Antrag gestellt hatten: «Das ärgert mich sehr, weil wir den Inhalt der neuen Richtlinien einstimmig beschlossen haben - warum treffen wir dann überhaupt solche Entscheidungen? Jetzt sind die Antragsteller die Helden, waschen ihre Hände in Unschuld und wir anderen sind die Bösen.» Der Antrag löse nun aber dieses Problem nicht, sondern verstärke es nur. Regina Wölfl betonte, sie habe den Richtlinien «als Grundgerüst zugestimmt - mit der Möglichkeit auf Änderungen». Wolfgang Martin sagte: «Meine Zustimmung war ein Fehler. Mit dem Geld wird es kein neues Sportheim geben. Der VfL ist kein kleiner Verein, den wir mit Almosen abspeisen können. 40 Prozent der Denklinger sind Mitglieder. Ohne höheren Zuschuss wäre das Ende.»

Andreas Frieß schlug einen öffentlichen runden Tisch und das Ende der internen Diskussionen und des «Briefle Hin- und Herschickens» vor. «Das verhärtet die Fronten und bringt uns nicht weiter - und das spürt das ganze Dorf.» Mit 13:2 Stimmen wurde der Antrag von Wölfl und Martin abgelehnt.

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