Memmingen
Dauerbrenner Freizeitbad

Welche Projekte sollen im Stadtrat heuer auf den Weg gebracht werden? Diese Frage stellte die MZ den Fraktionsvorsitzenden und Gruppensprechern. Als «Kernthemen» der CSU bezeichnet Fraktionschef Stefan Gutermann eine Umgestaltung der Südstadt (Kempter Straße, Weberstraße, Rotergasse) und des Quartiers zwischen Maximilian-, Kalch-, und Bahnhofstraße. Dabei sollten folgende Fragen beantwortet werden: Wie viel Einzelhandel verträgt die Innenstadt und wie viel Wohnraum muss geschaffen werden? Zudem müsse die südliche Ortseinfahrt von Dickenreishausen ausgebaut und eine Entscheidung über die Sanierung des Steinheimer Zehntstadels gefällt werden. «Tragfähige Beschlüsse» brauche man auch beim Freizeitbad: «Wir müssen festlegen, wann mit dem Bau begonnen wird.»

So sieht es auch SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Häring: «Wir müssen heuer entscheiden, wie das Bad aussehen und wie es betrieben werden soll, damit 2011 gebaut werden kann.» Der Startschuss für das immer wieder verschobene Bad-Projekt hänge allerdings von der künftigen finanziellen Lage der Stadt ab, aber da ist Häring «nicht zu pessimistisch». Man werde Mittel und Wege finden. Gleiches gelte für eine bessere Erreichbarkeit des Bahnhofs von Osten her. Ferner möchte sich die SPD für Energiesparmaßnahmen einsetzen.

Für den Fraktionsführer der Freien Wähler, Albert Heuß, steht «ein vernünftiger Haushalt der Stadt - wenn möglich ohne Neuverschuldung» - an erster Stelle. Und da am Bau der städtischen Realschule heuer zurecht kein Weg vorbeiführe, müsse notfalls das Bad nochmals verschoben werden.

Dagegen dürfe der Neubau eines Feuerwehrhauses in Amendingen keinem Sparkurs zum Opfer fallen.

«Quartiere umgestalten»

«Großen Wert» legt Wolfgang Courage, Vorsitzender der Fraktion des Christlichen Rathausblocks, heuer auf den Bau der städtischen Realschule. Zudem spricht er sich für den Bau des umstrittenen «gläsernen Stegs» über die Kalchstraße aus: «Das wird die Attraktivität der Altstadt steigern.» Gleiches gelte für «die notwendige Umgestaltung» der Quartiere «Obere Bachgasse» sowie «Maxi-, Kalch-, Bahnhofstraße». Dafür und für den Badbau müssten dieses Jahr die Weichen gestellt werden.

Auch Professor Dr. Dieter Buchberger als Chef der ÖDP-Fraktion will, dass die Finanzlage genau beleuchtet wird, um festzustellen, wann die Stadt mit dem Badprojekt beginnen kann. «Denn das alte Hallenbad ist fertig», fügt er hinzu. Darüber hinaus müsse eine CO2-Reduzierung endlich in Angriff genommen werden - zum Beispiel durch eine Ausweitung des Busverkehrs.

Eine CO2-Reduktion fordert auch Herbert Diefenthaler, Sprecher der Grünen. Weiter spricht er sich für Fotovoltaikanlagen in der Innenstadt aus - allerdings nicht auf markanten Gebäuden wie etwa dem Steuerhaus. Auch der Bau von Passivhäusern soll durch Beratung vorangetrieben werden. Ferner fordert er einen Jugendtreff im Osten der Stadt sowie ein Jugendparlament.

Die FDP will sich laut Gruppensprecher Albert Schweiger für «mehr Transparenz im Rathaus» einsetzen: «Es muss weniger nicht öffentliche Sitzungen geben und die Bevorteilung von bestimmten Firmen durch Stadtrat und Oberbürgermeister aufhören.» Denn durch eine «gerechtere Verteilung von Städtebaufördermitteln - auch für Privatleute» - könnte die Baubranche belebt werden und die Stadt mehr Steuereinnahmen verbuchen.

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