Westallgäu
Das Westallgäu ohne Scheidegg

Sie ist auf 54 Seiten aufgestockt, übersichtlich strukturiert, lebt von großformatigen Fotos und die wichtigsten Infos sind in kurzen, knappen Texten gebündelt. Die Rede ist von der neuen Imagebroschüre des Westallgäus. Nach einer gut sechsmonatigen Entstehungszeit ist der Prospekt rechtzeitig zur Tourismusmesse CMT fertig geworden. Ab Samstag wollen sich ein Dutzend Westallgäuer Gemeinden in Stuttgart von ihrer besten Seite präsentieren und neuen Kunden einen Aufenthalt zwischen Maierhöfen und Hergensweiler schmackhaft machen. «Das ist für uns die wichtigste Messe. Viele unserer Urlauber kommen aus dem Großraum Stuttgart/Heilbronn, denn von dort aus sind es nur zwei, drei Stunden Anfahrt mit dem Auto», unterstreicht Gästeamtsleiterin Ira Wild (Weiler-Simmerberg).

Ende 2004 wurde erstmals ein gemeinsamer Westallgäuer Imageprospekt auf den Markt gebracht, der die einzelnen Ortsprospekte ersetzen und die Kräfte der Region bündeln sollte. Zudem sind seitdem gut zwei Dutzend kleinere Broschüren, Flyer und Karten zu verschiedenen Themen entstanden. Nun war es Zeit, das Werbekonzept zu überarbeiten. Neben dem im DIN A4 gehaltenen neuen Imageprospekt - die Auflage beträgt 30000 Stück - und dem bewährten Gastgeberverzeichnis setzen die beteiligten Gemeinden künftig verstärkt auf handlichere Infohefte im Westentaschenformat, zum Beispiel zum Jakobusweg (neu), Waldsee, Streuobstweg (beide geplant) oder den Wasserwegen. «Die bisherigen Themenprospekte waren in ihrer Größe nicht zum Mitnehmen geeignet», ergänzte Wild bei der Präsentation gestern im Weilerer Rathaus.

Die bisherigen sechs Themenprospekte fallen aus diesem Grund weg.

Dafür wurden die Schwerpunkte Natur, Kultur und Aktiv in den neuen und 54 Seiten starke Imageprospekt eingebunden. Daneben gibt es Ausflugstipps über die Region hinaus (z.B. Säntis, Schloss Neuschwanstein oder Ravensburger Spieleland) und bildreiche Ortsporträts. Während Hergensweiler neu dabei ist, fehlt ein touristisches Schwergewicht allerdings: Der Markt Scheidegg hat sich diesmal nicht an dem neuen Prospekt beteiligt.

Laut Bürgermeister Ulrich Pfanner sind dafür vor allem finanzielle Gründe ausschlaggebend.

Da der 4300 Einwohner zählende Kurort seit einigen Jahren wieder ein eigenes Ortsprospekt hat und diese nun sogar durch dreisprachige Kleinprospekte ergänzt hatte, gebe es derzeit keinen Bedarf an einem neuen Imageprospekt. «Aus Solidarität hätten wir trotzdem mitgemacht», so Pfanner. Mit rund 10000 Euro wäre Scheidegg aber der größte Zahler gewesen. Das war zu viel. Ein Kompromiss von 4500 Euro - laut Pfanner immer noch mehr als anderen bezahlen - wurde abgelehnt. «Man hätte uns im Vorfeld ja fragen können», ergänzt der Bürgermeister. Er sieht den Schwerpunkt für den Tourismus ohnehin im Internet - und hier bearbeitet Scheidegg laut Pfanner nach wie vor sämtliche Anfragen, die für das Westallgäu eingehen.

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