Allgäu
«Das wäre ein wichtiges Zeichen»

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Im Memminger Stadtrat haben jetzt die Haushaltsberatungen begonnen. Die Kommunalpolitiker stehen vor der diffizilen Aufgabe, das knapper werdende Geld sinnvoll zu verteilen. Einrichtungen, Vereine und Organisationen verfolgen mit Interesse, was im Rathaus entschieden wird. Mit einigen von ihnen sprechen wir darüber, welche Hoffnungen sie mit dem diesjährigen Etat verbinden. Der letzte Teil befasst sich mit dem alten Zehntstadel in Steinheim, dessen Sanierung viele Bürger seit Langem herbeisehnen.

MM-Steinheim Schaut man sich in der Ortsmitte von Steinheim um, sieht man auf den ersten Blick, was sich die Bewohner des Stadtteils wohl am sehnlichsten von den Haushaltsberatungen erwarten: eine Entscheidung für die Sanierung des seit rund 20 Jahren leer stehenden und dementsprechend maroden Zehntstadels. Die Verwandlung des Gebäudes in ein Vereins- und Gemeinschaftshaus fordert vor allem der dortige Bürgerausschuss bereits seit Jahren vergeblich von der Stadt.

Heuer haben sich angesichts sinkender Steuereinnahmen die Chancen auf eine baldige Sanierung nicht gerade erhöht. Auch Ausschuss-Vorsitzender Ralf Hempfer weiß, dass es die Stadträte nicht einfach haben, die Mittel gerecht zu verteilen.

Aber er will die Hoffnung nicht fahren lassen: «Es wäre ein wichtiges Zeichen für die Einwohner Steinheims, wenn die Stadt heuer wenigstens das Gebäude und den Grund erwerben würde. Das wünschen wir uns.»

Zugleich geht der 37-jährige Finanzfachwirt davon aus, dass die Steuereinnahmen der Kommune aufgrund der starken Memminger Wirtschaft bald wieder ansteigen werden. Daher sollte die Sanierung des Stadels in seinen Augen bis zum Jahr 2012 machbar sein. Zumal die Aussicht darauf bestehe, dass die Kirchen sich einbringen. «Wir warten gerade auf Antworten der beiden Kirchen», sagt Hempfer, «ob sie jeweils ein bis zwei Räume im umgebauten Zehntstadel mieten oder kaufen wollen». Darüber hinaus verweist er darauf, dass etwa die Hälfte der Sanierungskosten - die auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt werden - über Zuschüsse finanziert werden könnte.

Kindergarten wartet auf neue Räumlichkeiten

Neben den Vereinen und den Kirchen wartet laut Hempfer vor allem der Kindergarten auf neue Räume im Zehntstadel. Denn am jetzigen Standort fehle zum einen ein Mehrzweckraum, zum anderen gehe es dort sehr eng zu. «Und laut Prognosen der Memminger Stadtverwaltung wird Steinheim in den kommenden Jahren weiter wachsen», unterstreicht der Bürgerausschuss-Chef seine Forderung nach einem möglichst raschen Umbau des alten Stadels.

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