Lindenberg
Das verflixte 7. Frankentreffen

Es bleibt dabei: die Zahl 7 ist verflixt. Die Schweinegrippe war dieses Mal schuld, dass die Kabarettistin Lizzy Aumeier, wie im Vorjahr, 250 Franken und deren Sympathisanten im ausverkauften TSZ-Heim beim 7. Frankentreffen enttäuschen musste. «Ich bin untröstlich» teilte sie am Tag vorher per E-Mail mit: es war Freitag, der Dreizehnte

Wenigstens blieben noch 24 Stunden Zeit. Organisator Dr. Friedrich Haag gelang es, mit Hilfe von Mäc Härder - vor zwei Jahren umjubelter Stargast - einen Trumpf aus dem Ärmel zu ziehen. Bernhard Ottinger, ein fränkischer Komiker, der die Kunst des höheren Blödsinns meisterhaft beherrscht, ließ die Oberpfälzerin - kurzerhand in «Au-weia-meier» umgetauft - schlicht vergessen. Offenkundig wurde sie von einem Großteil des vergnügten Publikums nicht vermisst. Es durfte zwei Stunden herzhaft lachen.

Das allseitige Urteil der Exil-Franken über den Fürther, den selbst Mikrofonausfälle nicht aus der Ruhe brachten: «Basd scho».

Vertilgt wurden 900 Bratwürste mit «Sempft» und sieben Fässer Kellerbier, tagfrisch aus Mittelfranken importiert, dazu Sauerkraut und (gespendetes) Brot aus einer fränkisch geführten Lindenberger Bäckerei - alles zu fränkischen (sprich unschlagbar günstigen) Preisen.

Das Essen bleibt der Anziehungspunkt des traditionellen Frankentreffens, das ohne das unnachahmlich hurtige und freundliche Serviceteam vom TSZ-Förderkreis nur halb so gut schmecken würde.

Beim kniffligen Frankenrätsel, ausgedacht von Reinhard Sieber, wird wissbegierig über die Tische hinweg gefragt: Ist der «Escherndorfer Lump» eine Beleidigung? Wer hat Franken dem Königreich Bayern eingegliedert? Ist der «Nürnberger Trichter» ein Straßeneinbruch beim U-Bahnbau? Wer textete die fränkische Nationalhymne? (Die Auflösung beim Autor dieses Berichts).

Wer das Lösungswort «Albrecht Dürer» fand, nahm an der Verlosung teil. Ein Wochenende in einem fränkischen Hotel in Schillingsfürst (wo liegt das?) war der Hauptpreis.

Da auch die Genesungswünsche vom Vorjahr via Zeitung nicht geholfen haben, wollen die Organisatoren im nächsten Jahr für das Showprogramm auf gesundheitlich stabilere Franken oder Fränkinnen zurückgreifen. Bewerbungen liegen bereits vor.

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