Kaufbeuren
«Das Team ist ein eingeschworener Haufen»

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich beim ESV Kaufbeuren dem Ende zu. Vor den Zweitliga-Spielen heute zu Hause gegen den EV Landshut (19.30 Uhr) und am Sonntag in Heilbronn (18.30 Uhr) zieht Karl-Heinz Kielhorn Bilanz. Zudem verrät der geschäftsführende Vorstand des ESVK, warum die Vereinsführung auch bei einer sportlichen Krise die Ruhe bewahrt.

Sind nach dem vergangenen Wochenende beschauliche Weihnachten für den ESVK-Vorstand gesichert?

Kielhorn: Mit vier Punkten sind wir zufrieden. Es wäre nur toll, wenn wir konstant an jedem Wochenende drei oder vier Punkte sammeln könnten.

Nach außen blieb die Vereinsführung während der sportlichen Talfahrt ruhig. Wie sah es intern aus?

Kielhorn: Wir haben gelernt, langfristig zu denken. Wir haben uns natürlich damit beschäftigt, wo es Optimierungsbedarf gibt. Das waren dann aber keine substanziellen Themen. Die Trainerfrage zum Beispiel kam nie auf den Tisch.

Wurden personelle Veränderungen in der Mannschaft diskutiert?

Kielhorn: In der Mannschaft stimmt es, auch wenn sich der ein oder andere noch steigern muss. Aber wir werden keine teuren Aktionen machen, bei denen es auch keine Erfolgsgarantie gibt.

Was war Ihr Eindruck bei der Weihnachtsfeier unter der Woche?

Kielhorn: (lacht) Jeder Spieler hat sein Lob, aber auch sein Fett vom Nikolaus (Anm. d. Red.: Juniorenbetreuer Manfred Hamann) abbekommen. Aber man hat wieder einmal deutlich gesehen, dass das Team ein eingeschworener Haufen ist. Das ist für einen Verein mit kleinem Budget ganz wichtig.

Wie erklären Sie sich dann die zwischenzeitliche Talfahrt?

Kielhorn: Das war vor allem Kopfsache. Die Mannschaft hat aber in Garmisch ein Zeichen gesetzt. Wir sind guter Dinge, dass wir in den nächsten Wochen wieder gut mitspielen werden.

Das wäre ja auch aus wirtschaftlicher Sicht ganz wichtig. Stichwort Zuschauerzahlen

Kielhorn: Es ist normal, dass in den Wochen vor Weihnachten weniger Leute ins Stadion kommen. Klar ist aber auch, dass Siege nun mal die beste Werbung sind. Allerdings würde ich mir schon wünschen, dass mehr Zuschauer auch in schweren Zeiten zu ihrer Mannschaft stehen.

Heute gegen den Erzrivalen aus Landshut könnte immerhin erstmals seit Anfang November wieder die 2000er-Marke geknackt werden.

Kielhorn: Ich bin mir ganz sicher, dass mehr als 2000 Zuschauer da sein werden. Vielleicht schaffen wir ja sogar 2500.

«Ein Knaller-Jahr»

Der Dezember ist immer auch die Zeit der Rückblicke. Wie fällt Ihr Fazit des ESVK-Jahres 2009 aus?

Kielhorn: Sportlich war es mit dem Aufstieg und dem Traumstart in die zweite Bundesliga ein Knaller-Jahr. Es war eine tolle Geschichte, wie wir in den ersten Wochen der Saison die großen Favoriten alt aussehen haben lassen. Zudem haben wir mit Ken Latta die richtige Wahl auf der Trainerposition getroffen und die wichtigsten Spieler halten können. Im Umfeld haben wir Harmonie und eine breite Zustimmung in Politik und Wirtschaft. Wir treffen auf viele offene Ohren, aber leider noch nicht auf genügend offene Portemonnaies.

Was wünschen Sie sich vom ESVK-Christkind?

Kielhorn: Dass die Mannschaft mehr Kontinuität zeigt, erfolgreich in der Liga besteht und möglichst viele Menschen das honorieren.

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