Steibis
«Das ist Rekord in Bayern»

Von einem Freudentag für Steibis und die ganze Region sprach Oberstaufens Bürgermeister Walter Grath bei der offiziellen Eröffnung des Fluhexpress gestern Nachmittag auf dem Imberg. «Was wären wir, wenn wir nicht immer weiter investieren würden?», fragte er in die Runde. Für ihn sei klar gewesen, dass man das «Neueste, was es auf dem Markt gibt» bieten wolle, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die Sitzheizung, fügte er schmunzelnd hinzu, habe man vor allem für die kälteempfindliche Damenwelt eingebaut.

Grath räumte ein, dass es nicht immer einfach gewesen sei, so ein großes Projekt in so kurzer Zeit und auch noch in einem Krisenjahr zu verwirklichen. Aber jetzt sehe man, dass es sich gelohnt hat: «Die Leute nehmens an. Wir haben allein 30 Prozent Zuwachs bei den Oberstaufen-Plus-Skifahrern», berichtete Grath. Neidische Blicke möchte der Bürgermeister nicht sehen: «Die ganze Region wird dadurch attraktiver.»

Die Geschäftsführer Thomas Lingg und Karl-Heinz Gorbach erzählten vom Bau der Sechser-Sesselbahn, der in «unglaublichen 14 Wochen» vonstatten ging. Gorbach betonte, dass das nur möglich gewesen sei, weil alle an einem Strang gezogen hätten: Die Gemeinde, die Gesellschafter, die Sparkasse, die Grundstückseigentümer, die Genehmigungsbehörden und die Baufirmen.

Lingg sprach schon von dem nächsten Projekt: Vielleicht könne man bereits in naher Zukunft wieder eine Eröffnung feiern, wenn am Hohenbühl-Schlepplift (in Sichtweite vom Fluhexpress) auch ein Sessellift gebaut wird.

Albert Lippert von der Seilbahnaufsicht zeigte sich erleichtert: «Der Wahnsinn hat ein gutes Ende genommen.» Der Bau in 14 Wochen, «das ist Rekord, das hatten wir in Bayern noch nie». Den Segen Gottes für die neue Bahn und vor allem die Sportler, die sie benutzen, erbaten der katholische Pfarrer von Steibis, Hermann Renz, und Staufens evangelischer Pfarrer Frank Wagner. Renz erzählte von dem «Skifahr-Virus», der ihn seit Kurzem selbst befallen habe. «Wir bitten für die Menschen, die hier Skifahren, dass nichts passiert.»

Zum Ausklang der feierlichen Eröffnung fuhr man gemeinsam zur Alpe Hohenegg, die ebenfalls komplett neu errichtet worden ist (wir berichteten). Während die einen gleich per Ski dorthin fuhren, wurden die anderen mit dem «Pistentaxi», einer umgebauten Pistenraupe, kutschiert.

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