Das heilige Grün von Germaringen

Germaringen | ses | Kurz ist er, gepflegt und weich, der 'heilige Rasen' im Tennisstadion von Wimbledon. Bestens gepflegt ist auch der in der Allianz-Arena in München. Was München und Wimbledon mit Germaringen zu tun haben? Geht es nach den Verantwortlichen des örtlichen Sportvereins sowie den Gemeinderäten, wird auch das Grün im Sportpark bald mit einer Maschine des gleichen Typs gehegt und gepflegt, wie das in besagten internationalen Sportstätten. Den Beschluss dazu fasste das Gremium bei der jüngsten Sitzung.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand eine Rasenkehrmaschine samt Vertikotierfunktion. Eine solche besitzt der SVO Germaringen zwar bereits. Das Gerät wurde jedoch vor 31 Jahren von Hermann Biechele selbst zusammengeschraubt. Jetzt hätten die Sportler gerne eine neue Maschine. Die ersten Angebote dafür hat Bürgermeister Kaspar Rager bereits eingeholt, gemeinsam mit SVO-Funktionären wurden zudem vereinzelte Modelle besichtigt.

Doch nicht alle Räte waren auf Anhieb begeistert. So musste Gemeinderat Bernhard Biechele, auch SVO-Vorsitzender, zunächst noch Überzeugungsarbeit leisten. 'Das Gerät gibt es in verschiedenen Größen. Man könnte damit auch die Wege vor der Schule oder die Kunststoffbahn sauber machen', erklärte er. Zudem wolle man die Maschine mit Beleuchtung und TÜV-Zulassung anschaffen. 'Es gibt keinen Verein in der Nachbarschaft, der ein solches Gerät besitzt. Wir könnten es also gut und gerne auch verleihen', so Biechele weiter.

Aufträge vergeben

Daraufhin konterte Jakob Greif: 'Dann haben wir die Mähmaschine. Und was ist mit dem Personal?' Er meinte, man könne die Arbeiten auf dem Sportgelände an Fremdfirmen vergeben und damit auf den Kauf der Rasenkehrmaschine verzichten. Daraufhin entbrannte eine längere Diskussion. Georg Reisach etwa meinte: 'Die ehrenamtlichen Helfer machen das mit Freude. Die Kosten für die Maschine hätten wir sicherlich schnell wieder drinnen.' Auch Stefan Kreuzer meldete sich zu Wort. Der Rasen im Sportpark sei 'super in Schuss'. Die Helfer des SVO seien bei der Hege und Pflege des Grüns unersetzlich.

Und schließlich erklärte auch Biechele: 'Unsere Platzwarte machen das nur so lange mit Freude, wie sie die richtigen Gerätschaften dazu haben. Und wenn wir die Arbeit jetzt vergeben, dann springen sie alle davon.' Die Rasenkehrmaschine sei daher eine Investition für die kommenden 15 bis 20 Jahre. Und das war dann der Überzeugung genug. Das Votum für die neue Maschine, die rund 16 000 Euro kostet, fiel letztlich einstimmig aus.

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