Damit Kinder eine Perspektive haben

Kempten/Buchenberg (az). - Kindern im Senegal die Möglichkeit geben, zu lernen, eine Zukunftsperspektive vermitteln: Das will der Förderkreis 'Zukunft für Afrika'. Gegründet wurde er vor zwei Jahren von Gottfried Kölbl mit Pfarrer Michael Edenhofer und Hermann Mohry. Getragen wird die Initiative von der Alt-Katholischen Gemeinde Kempten und dem Ökumenischen Kreis Buchenberg. Der Förderkreis sammelte bisher etwa 10000 Euro: Eine Summe, die direkt den Menschen dort zu Gute gekommen sei: 200 Kindern habe man den Schulbesuch für ein Jahr ermöglichen können. Vor 14 Jahren war Kölbl zum ersten Mal im Senegal, sah Armut und Dürre. Er erlebte aber auch die Herzlichkeit der Menschen und erkannte, dass man hier mit relativ geringen Mitteln viel bewegen kann. In einer Schulbildung auf breiterer Basis sieht Kölbl den Schlüssel zur Lösung vieler Probleme. Probleme gibt es dort mehr als genug: Die Ursachen liegen zum einen in den klimatischen Verhältnissen der Sahelzone. Zudem gibt es kaum Bodenschätze. Der Staat ist nicht in der Lage, genug Schulen zu bauen. Es gibt zwar eine sechsjährige Schulpflicht, aber kaum die Hälfte der Kinder geht dorthin. Entsprechend viele Analphabeten gibt es.

Das hat vor allem die katholische Kirche in dem zu 93 Prozent muslimischen Land veranlasst, selbst Schulen zu bauen. Die Kirche dort ist aber ebenfalls arm. Deshalb müssen die Eltern einen Obolus zur Bezahlung der Lehrer und Schulmittel entrichten. In der Grundschule sind das etwa 60 Euro pro Jahr, im Gymnasium etwa 150 Euro. Aber: 60 Prozent der Bevölkerung haben täglich weniger als einen Euro zum Leben, die Durchschnittsfamilie hat mehr als sechs Kinder. Hier liegt der Ansatz des Förderkreises: Aufgrund mehrjähriger persönlicher Kontakte ist es möglich, gezielt zu helfen, erklärt Kölbl: Zum einen sei man in der Diözese Thi&po_143;s seit Jahren mit einem Lehrer am Coll&po_143;ge und seiner deutschen Frau befreundet. Diese Diözese bietet 9000 Kindern einen Schulplatz. Des Weiteren unterstütze man eine ähnliche Einrichtung französischer Ordensleute in Diourbel, die man auch seit Jahren kennt. Mit den Spenden erhalten Kinder bedürftiger Eltern einen 50-prozentigen Zuschuss zum Schulgeld. Das soll weiter die Verantwortung der Eltern unterstreichen. Bewusst wolle man keine verpflichtenden Patenschaften. Aber jeder Spender bekommt ab 50 Euro den Dankesbrief eines Kindes. Kölbl: 'Der Förderkreis garantiert, dass die ihm anvertrauten Spenden zu 100 Prozent für die Kinder verwendet werden.' i Spendenkonto: Alt-Katholische Gemeinde Kempten, Konto-Nr. 610295388, Sparkasse Allgäu, BLZ 73350000, 'Schülerhilfe Senegal'

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