Marktoberdorf
Damendoppel als Doppelspitze im Künstlerhaus

Als Doppelspitze übernehmen Brigitte Riskowski (Marktoberdorf) und Maya Heckelmann (München) ab 1. Januar die Leitung des Marktoberdorfer Künstlerhauses. Als Vorsitzender des Stiftungsrates der Kunst- und Kulturstiftung Dr.-Geiger-Haus stellten Franz Schmid und sein Stellvertreter Jürgen Schwarz die Nachfolgerinnen von Annette Scholl gestern vor. Die beiden 37-jährigen Frauen teilen sich Scholls Stelle, die jetzt je zur Hälfte in einen künstlerischen und einen organisatorischen Part aufgeteilt wurde. Nach rund einem Jahr verlässt Annette Scholl das Künstlerhaus aus gesundheitlichen Gründen zum Ende des Jahres.

Finanzplanung, die Erweiterung des Sponsorenkreises oder auch Öffentlichkeitsarbeit - das ist das Aufgabenfeld von Brigitte Riskowski. Sechs Jahre lang wirkte die gebürtige Hannoveranerin als Geschäftsführerin der Marktoberdorfer Festivals «Musica Sacra» und Internationaler Kammerchorwettbewerb, die von Dolf Rabus geleitet werden. Zum 1. Oktober beendete sie ihre Aufgabe dort. Der Entschluss dazu, so Riskowski, sei jedoch schon viel früher gefallen. Ihr befristeter Vertrag sei ausgelaufen, sie wollte nicht mehr verlängern. Gerne wollte sie jedoch in der «vibrierenden Kulturszene in Marktoberdorf» bleiben. Nun habe sich die Chance eines neuen Wirkungsfeldes ergeben, bei dem sie ihr Know-How im Kulturmanagement einbringen kann. «Ein Glücksfall», wie Schwarz meint.

Zweiteilung der Aufgabe als Chance

«In der Zweiteilung sehen wir die Chance, den künstlerischen Bereich zu stärken», sagt Schwarz. Brigitte Riskowski werde aber auch weiterhin der Musik treu bleiben: Sie arbeitet zusätzlich 20 Wochenstunden für den Chorverband Bayerisch-Schwaben, der sein Büro im Mod-City-Center in Marktoberdorf hat.

Ganz den künstlerischen Belangen kann sich Maya Heckelmann widmen. Sie stammt aus und lebt in München, wo sie teils freiberuflich, teils angestellt in Teilzeit für die drei Pinakotheken und die Sammlung Brandhorst arbeitet. Die Kunsthistorikerin ist dort sowohl im konzeptionellen Bereich als auch in der Kunstvermittlung tätig.

Ihre erste eigenständig konzipierte Ausstellung wird voraussichtlich erst im Herbst nächsten Jahres zu sehen sein. Über ihre Ideen wollte sie gestern noch nicht sprechen. «Erst einmal muss ich mich hier einarbeiten.» Voraussichtlich im Mai/Juni wird eine schon länger geplante Ausstellung im Künstlerhaus aufgebaut, die aufgrund der personellen Situation verschoben werden musste: Sie wird Skulpturen von Alfred Görig zeigen. Von diesem Künstler stammt der Brunnen auf dem Marktoberdorfer Stadtplatz.

Viel verspricht sich der Stiftungsrat von der Neuverteilung der Aufgaben auf zwei Schultern. Schmid und Schwarz sind sich sicher, dass sich bei den guten Qualifikationen der Beiden gute Synergieeffekte ergeben.

Unverändert bleibt das Budget von insgesamt 100000 Euro im Jahr (75000 Euro davon kommen von der Stadt, 25000 von Franz Schmid), das für den Betrieb des Künstlerhaues zur Verfügung steht.

Im Altbau des Künstlerhauses (Dr.-Geiger-Haus) wird am Freitag, 4. Dezember, um 19 Uhr eine Ausstellung mit Bildern von Arnulf Heimhofer eröffnet.

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