CSU hat bereits Wahl 2008 im Blick

Marktoberdorf(rel). - Die Marktoberdorfer CSU will die Zeit bis zur Kommunalwahl 2008 nutzen um neue Kandidaten aufzubauen. Auf die Fraktion der Christsozialen im Stadtrat komme ein Generationswechsel zu, sagte Vorsitzender Robert März bei der Ortshauptversammlung. Er machte sich im Gasthaus Burger auch dafür stark, baldmöglichst das Gewend-Süd als Baugebiet zu erschließen. Während manch frühere CSU-Ortsversammlung für Schlagzeilen gesorgt hatte, war bei der jüngsten, mäßig besuchten Hauptversammlung kein kritisches Wort zu hören. Vorsitzender März, seit einem Jahr im Amt, erinnerte in seinem Rückblick unter anderem an den Wahlkampfbesuch von Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber in Marktoberdorf ('ein Highlight') und an die CSU-Erfolge bei der Landtags- und Bezirkstagswahl auch vor Ort. Heftig kritisierte er die rot-grüne Politik in Berlin, lobte dagegen die Landespolitik. Ausführlich widmete sich März auch der Kommunalpolitik. Markus Singer, seit Herbst 2003 CSU-Fraktionsvorsitzender, mache seine Arbeit gut. Er dankte ausdrücklich Singers Vorgänger Walter Schilhansl, der nach der Kommunalwahl 2002 die Fraktionsführung befristet übernommen hatte. März sprach auch die jüngsten Haushaltsberatungen an und begrüßte die Mehrheitsentscheidung des Stadtrates, angesichts der Finanzlage das Festival Musica Sacra nur mit 18000 Euro und nicht wie beantragt mit 25000 zu unterstützen. Er unterstrich aber, Marktoberdorf müsse seinen Ruf als Kulturstadt halten. Ferner forderte er die Fraktion auf, die Ausweisung neuer Baugebiete zu forcieren. Das Gewend-Süd müsse ein für alle Bürger erschwingliches Wohngebiet werden. Kritik übte er an Bürgermeister Himmer. Dieser müsse stärker gestaltend wirken. An die Mitglieder appellierte er, um Nachwuchs zu werben, da der hiesigen CSU die Überalterung drohe. Susanne Böck, seit 2003 neue JU-Ortsvorsitzende, beklagte, die hiesige Junge Union habe zu wenig Mitglieder. Man wolle sich künftig verstärkt bei der CSU 'einklinken', kündigte sie an. Markus Singer sagte in seinem Bericht über die Stadtratsarbeit, der CSU sei es gelungen, mit der Zweiten Bürgermeisterin Uta Brunnhuber, Verkehrsreferent Franz Wachter und Personalreferent Schilhansl wichtige Positionen zu besetzen. Die Geschlossenheit in der Fraktion habe sich verbessert; allerdings seien noch weitere Schritte nötig. Auch er ging auf die Etatberatungen ein und begrüßte, dass die freiwilligen Leistungen nicht weiter gekürzt wurden. Das gelte auch für Musica Sacra, wo man sich an frühere Zusagen gehalten habe. Der ausführliche Kassenbericht von Werner Jahn, der auf ein Plus von fast 1800 Euro im Jahr 2003 hinwies, fand die uneingeschränkte Zustimmung von Kassenprüfer Schilhansl. Der Vorstand wurde wie erwartet ohne Gegenstimme entlastet.

Einblick in Ausschüsse Stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Ursula Lax berichtete über die Sparbemühungen im Bezirkstag. Landtagsabgeordnete Angelika Schorer gab einen ausführlichen Einblick in ihre Arbeit in mehreren Ausschüssen. Aufgrund der jüngsten Terroranschläge mahnte sie bei der Polizeireform ('Kosten-Nutzen-Analyse ist wichtig') zur Vorsicht. Beim G8 sei man auf einem 'guten Weg', man dürfe aber nichts überstürzen. Die beschlossene Forstreform sieht sie als notwendig an. Im Ostallgäu könne man keine zwei Forstämter und zwei -Direktoren halten. Das bedeute aber nicht, dass es in Füssen keine Dienststelle mehr gebe. Schorer betonte, generell sei für sie wichtig, die Interessen des ländlichen Bereiches in München gut zu vertreten. Seit kurzem sei sie auch Bezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft.

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