Chemikalien in Wiese ausgelaufen

Weiler | kr | Bei einem Betrieb im Gewerbegebiet in Bremenried, der Geschenkartikel und Bastelsachen herstellt, ist am Mittwochabend aus Fässern eine Chemie-Restflüssigkeit ausgelaufen. Die Fässer waren auf einer Wiese vor dem Gebäude gelagert. Zur Beseitigung des Gefahrguts wurde die Feuerwehr Weiler gerufen.

Ein Passant hatte den starken Geruch der auslaufenden Flüssigkeit bemerkt und festgestellt, dass das Umfeld der Fässer teilweise rötlich gefärbt war. Er verständigte Feuerwehrkommandant Roland Schlechta sowie die Polizei. Nach Absprache mit dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt wurde veranlasst, dass die Fässer durch die Feuerwehr schnellstens zu entsorgen seien, um eine weitere Verschmutzung des Erdreiches und der in der Nähe befindlichen Rothach zu verhindern.

In speziellen Schutzanzügen entsorgten die Mitglieder der Wehr in einem dreistündigen Einsatz die 40 Fässer. Die Flüssigkeit wurde in eine von der Wehr eingerichtete Auffangwanne, die in der Betriebshalle aufgestellt wurde, eingebracht. Ein Gutachter wird entscheiden, wohin das Gefahrgut letztlich entsorgt werden kann.

Offenbar hatte der Firmeninhaber an den vermeintlich leeren Fässern die Verschlüsse offen gelassen. Dadurch gelangte Wasser in die Behälter und vermischte sich mit den Rest-Chemikalien. Durch die Kältegrade bildeten sich darin Eisklumpen.

Bei Tauwetter schmolz jetzt das Eis. Um das Eiswasser-Chemiegemisch ablaufen zu lassen, bohrte der Firmenbetreiber Löcher in die Fässer. Worauf die Flüssigkeit dann teilweise auslief. 'Das war keine gute Idee' , meinte vor Ort Umweltingenieur Rudolf Fritze vom Landratsamt Lindau.

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