Burgberg: Gewerbe setzt auf Gemeinsamkeit

Burgberg (ho). Den Wahlspruch Gemeinsamkeit macht stark haben sich die Gewerbetreibenden von Burgberg und Umgebung auf ihre Fahne geschrieben: Seit gut drei Jahren praktizieren sie ein konstruktives Miteinander, pflegen beim monatlichen Unternehmer-Stammtisch den kollegialen Gedankenaustausch und sind auch um einen guten Draht zur Gemeinde bemüht. Nach dem Burgberger Wochenmarkt hat dieser lose Zusammenschluss der Geschäftsleute nun erfolgreich ein zweites, nicht zu übersehendes Kind geboren - die einheitliche Gewerbe-Beschilderung. In der 3300-Einwohner-Gemeinde haben rund 90 Bürger ein Gewerbe angemeldet. Gut ein Drittel davon bildet jenen harten Kern, der sich all monatlich beim Unternehmer-Stammtisch zum fachlichen und dorfpolitischen Meinungs- und Erfahrungsaustausch trifft. Die breite Berufspalette reicht vom Bäcker und Fahrlehrer über Elektriker und Heizungsbauer bis zum Schmied und Zimmerer. Konkurrenzdenken bleibt außen vor, im Mittelpunkt der Treffen steht der Wille, etwas voranzubringen im Dorf. Ziel sei es, dass nicht jeder bloß vor sich hinschimpft, sondern wir gemeinsam Projekte anpacken, erklärt Wilhelm Huber als einer der Initiatoren. Daneben holen sich die Gewerbetreibenden durch Fachvorträge beispielsweise zur Euro-Einführung oder kürzlich zum Arbeitsmarkt und der neuesten Gesetzgebung Informationen aus erster Hand. Dem guten Zusammenhalt wiederum dienen vorrangig der Unterhaltung gewidmete Abende und Ausflüge zur Dreiangelhütte.

Eine recht anspruchsvolle Aufgabe schulterte der Unternehmer-Stammtisch mit dem Wunsch, für ganz Burgberg eine einheitliche Gewerbe-Beschilderung auf die Beine zu stellen. Denn nachdem bis dato jeder ein Schild hingepappt hat, wo ers für gut hielt, war es nicht leicht, alle Beteiligten unter einen Hut zu kriegen. Drei Jahre brauchte es, bis die Idee nach vielen Gesprächen, Verhandlungen und Ortsbegehungen nun Realität geworden ist. Wobei auch die Gemeinde mit ins Boot stieg und ihre Gewerbetreibenden nach Kräften unterstützte: Während die Firmen selbst insgesamt rund 5000 Euro in die Schilder investierten, steuerte die Kommune für 4700 Euro Material, Pfosten und den Bauhof-Einsatz beim Aufstellen bei. Und Werbegrafiker Franz Schmid, ebenfalls Stammtisch-Mitglied, lieferte die Entwürfe zum Selbstkostenpreis. Inzwischen sind im Gemeindegebiet elf solcher Ständer mit bis zu zehn Hinweisschildern installiert. Einige weisen dem Ortsunkundigen den Weg in die vier Burgberger Gewerbegebiete Häuser, Ortwang, Moosweg und Erzflöße, die anderen führen zu den einzelnen Firmen. Und schon bastelt der Unternehmer-Stammtisch an der nächsten Idee: Weil die Burgberger ja das Geld in der Gemeinde lassen sollen, oft aber gar nicht wissen, was im Dorf alles geboten wird, wollen sich die Gewerbetreibenden eine Informations-Plattform schaffen. Dort soll jeder Betrieb sich und seine Leistungen vorstellen können ob als Beilage zum Gemeindeblättle und /oder Präsentationstand im Markthaus muss noch ausgekartelt werden. Der Burgberger Unternehmer-Stammtisch, bei dem Interessenten jederzeit willkommen sind, trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat im Gasthof Kreuz. Weitere Informationen bei Wilhelm Huber, Telefon (08321) 669911 oder per E-Mail:Wilhelm. Huber@whuber. de

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