Bürgermeister sorgt für Paukenschlag

Oy-Mittelberg(mdu). - Gleich zwei Paukenschläge gab es jüngst im Oy-Mittelberger Gemeinderat. In gerade mal 60 Minuten wurden zwei Themen abgehandelt, über die zuvor jahre- und monatelang diskutiert wurde. 'Vom Reden allein kommen wir nicht weiter', hatte Bürgermeister Wolfgang Hützler eingangs erklärt - und daraufhin eine ungewöhnliche Idee aus dem Hut gezaubert: Ein Dorfteich vor dem Kurhaus Oy könnte künftig als Attraktion Einheimische und Urlauber anlocken. Während die Räte das Projekt einstimmig begrüßten, lehnten sie die Pläne einer Legauer Firma für einen Hubschrauber-Landeplatz mit 15:2 Stimmen ab (Bericht folgt). 'Der Teich inmitten einer Parkanlage könnte das ganze Jahr über ein Kommunikationszentrum für Bürger und Gäste werden', erläuterte Hützler seine Pläne. Mit relativ wenig Aufwand sei es möglich, ein gestalterisches Signal zu setzen. Zwar habe der Gemeinderat jahrelang über touristische Maßnahmen in der Gesamtgemeinde wie dem Kneippkurort Oy diskutiert, geändert habe sich aber nur wenig. 'Ein Kurort mit Kurort-Ambiente ist Oy nicht', merkte Hützler kritisch an. Auf rund 17 000 Euro schätzt er die Kosten für die Teichfolie. Hinzu kämen Geländearbeiten, die großteils auch vom gemeindlichen Bauhof geleistet werden könnten. Gespeist würde der Teich von einer naheliegenden Quelle. Städteplaner Hubert Sieber, der die Gemeinde seit Jahren berät, habe das Projekt begrüßt, so Hützler. Neben dem Teich sollen Wege angelegt und Bäume gepflanzt werden. 'Es soll ein Treffpunkt für Jung und Alt entstehen', so der Bürgermeister. Auch Spiele und Events könnte er sich im neuen Park vorstellen. 'Der Teich ist etwas fürs Auge und für die Erholung.' Im Winter könnten auf dem rund 1200 Quadratmeter großen Gewässer Schlittschuhläufer ihre Kreise ziehen. 'Das wäre ein optischer Blickfang und hätte Signalwirkung', stimmte Ratsmitglied Gudrun Steiner zu. 'Wasser ist Leben und bringt Belebung', fand auch Zweiter Bürgermeister Josef Dietrich. Manfred Lechleiter fand wie Irmgard Wenzel die Idee gut, äußerte aber bezüglich der Tauglichkeit der Quelle Bedenken. 'Mir geht die Sache zu schnell', bremste Albert Mayr und forderte ein Treffen mit Städteplaner Sieber.

Kampf dem Schilder-Wildwuchs Der Schilder-Wildwuchs in der Gemeinde werde heuer beseitigt, kündigte Hützler weiter an. Wanderwege und Loipen sollen im Zuge einer landkreisweiten Aktion einheitlich beschildert werden. Die Gemeinde bemühe sich zudem um das Prädikat 'Heilklimatischer Kurort'. Angesichts der bevorstehenden Etatberatungen forderte Hützler Vorschläge für touristische Infrastrukturmaßnahmen. 'Es läuft nicht alles einfach so weiter, man muss etwas dazu tun', betonte Gemeinderat Wolfgang Jahreis. Zahlreiche Diskussionsvorschläge, darunter eine Autobahnraststätte oder die Verlegung des Kurparks, hatte er im Juli 2003 seinen Ratskollegen unterbreitet. Zwei seiner Tourismus-Denkanstöße - ein Betten-Haus beim Kurhaus und ein Golfplatz - gingen einigen aber zu weit.

Minigolf statt Golfplatz Statt des vorgeschlagenen Golfplatzes favorisierte Josef Dietrich eine Minigolf-Anlage. Ein Betten-Haus sei eine zu große Konkurrenz für die heimische Gastronomie, fand Georg Griesbauer, der sich eine bessere Ortskerngestaltung in Oy wünschte. Hilde Eberhard könnte sich einen Naturlehrpfad als Attraktion vorstellen, Franz Schillinger forderte eine Skater-Bahn für die Jugend. Am Ende erhielt die Verwaltung das einstimmige Signal, die Themen Teich, Beschilderung, heilklimatischer Kurort und Minigolf voranzutreiben.

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