Bürgermeister gibt ISM-Kritik Kontra

Marktoberdorf(rel). - In einer kurzen Stellungnahme ist Bürgermeister Werner Himmer in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung auf die Kritik des ISM-Vorsitzenden Franz-Josef Fendt an Stadtverwaltung und Stadtrat in Sachen Wirtschaftsförderung eingegangen. Die von Fendt vorgebrachten Beispiele direkter Wirtschaftsförderung in anderen Orten stimmten so nicht, fasste er seine Recherchen bei einigen Kommunen zusammen. Fendt hatte als Vorsitzender der Initiative Stadtentwicklung Marktoberdorf in einem Bericht in unserer Zeitung Äußerungen von Bürgermeister Himmer zu den Möglichkeiten städtischer Wirtschaftsförderung kritisiert. Während Himmer bei der Bürgerversammlung im Modeon die Ansicht vertreten hatte, der Stadt seien hier die Hände gebunden, verwies Fendt auf andere Kommunen, wo seinen Informationen zufolge sehr wohl direkte Wirtschaftsförderung betrieben werde. In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung ging Himmer nun auf einige der von Fendt aufgeführten Fälle ein. Sein Fazit: Die genannten Beispiele direkter Wirtschaftsförderung, denen er nachgegangen sei, seien Ausnahmefälle oder stimmten so nicht. Bei etwas tieferem Nachforschen stelle sich die Situation eben manchmal anders dar, meinte er an die Adresse von Fendt gerichtet. So erfuhr Himmer bei seinen Erkundigungen in Rödelsee, dort beschränke sich die Wirtschaftsförderung auf ein 'Begrüßungsgeld' in Cent entsprechend der Rödelseer Postleitzahl 97348, also auf 973,48 Euro. Um diesen Betrag reduziert sich der Kaufpreis für Gewerbegrund, den neue Firmen erwerben. Laut Himmer stundet die Stadt Marktoberdorf immer wieder Firmen die Kaufsumme bei Grunderwerb oder vereinbart Ratenzahlung. Da liege der Nachlass oft höher als in Rödelsee, so der Bürgermeister.

Sonthofen an Gmb H beteiligt Die von Fendt ebenfalls aufgeführte Gemeinde Fichtenberg vergebe nicht generell Bürgschaften an Firmengründer. Vielmehr sei dies lediglich in einem Fall einer Geschäftsübernahme und dazu noch in einer Notsituation geschehen, so Himmer. In Sonthofen wurde, so bestätigte er, eine Wirtschaftsförderungs-Gmb H gegründet, an der die Stadt mit 25000 Euro Einlage beteiligt sei. Wie Himmer weiter erfuhr, gehört zum Aufgabenfeld eines städtischen Mitarbeiters die Vermietung von Flächen auf einem ehemaligen Firmen-Areal. Allerdings seien die Bemühungen, neue Firmen an Land zu ziehen, von nur wenig Erfolg geprägt, berichtete Bürgermeister Himmer aus seinen Kontakten nach Sonthofen.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018