Eggenthal
Bürgerhaus wird bald modernisiert

Nachdem die Gemeinde Eggenthal einen Zuschlag aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung bekommen hat (wir berichteten), legte Architekt Hamid Ghanbari nun dem Gemeinderat einen ersten Vorschlag zur energetischen Sanierung des Bürgerhauses vor. «Rund 100000 Kilowattstunden lassen sich pro Jahr dadurch einsparen», erklärte der Architekt.

Für die Sanierung des Hauses, in dem sich auch der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal befindet, sind etwa 250000 Euro vorgesehen - rund vier Fünftel könne die Gemeinde als Zuschuss erhalten, so Bürgermeister Harald Polzer. Ghanbari hat bei voller Nutzung einen Verbrauch von 177000 Kilowattstunden errechnet. «Deshalb ist die Sanierung ein Muss.»

Verbrauch drastisch reduzieren

Der Verbrauch ließe sich durch die energetische Sanierung nämlich drastisch reduzieren. Dabei soll die Außenwand mit einer 16 Zentimeter dicken Dämmung isoliert werden. Für die alten Fenster sollen neue aus Kunststoff mit Dreifachverglasung eingebaut werden. Das derzeit nicht isolierte Dach bekäme eine Dämmung von innen, und die Kellerdecke solle von unten isoliert werden. Das Ganze könne mit einer Lüftungsanlage abgerundet werden: «Das Haus muss atmen können», so Ghanbari.

Dem stimmte Peter Belm zu: Die Anlage vermeide Kondensationsfeuchtigkeit und trage zu einem hygienischen Luftwechsel bei. Die Sanierung wurde bereits vom Gemeinderat beschlossen, der nun über die eingegangenen Angebote berät.

Auch ein anderes Angebot stand zur Debatte. Der Bürgermeister regte nämlich den nächsten Schritt zum Austausch der Bäume in der Kastanienallee zur Maria-Seelenkapelle an. Dort sind die Kastanien vor allem durch Miniermotten geschädigt und sollen allesamt ersetzt werden. Einige Kastanien wurden bereits gefällt und stattdessen wurde Bergahorn angepflanzt. Nun sollen weitere 20 Bäume ersetzt werden. Polzer hat dafür ein Angebot über rund 4100 Euro eingeholt. «Wir sollten die Allee auf jeden Fall für nachfolgende Generationen sicherstellen», betonte Zweiter Bürgermeister Anton Sanktjohanser.

Alleecharakter wichtig

Während das Roden der Bäume von der Gemeinde übernommen werden könnte, bereite eventuell das Wetter beim Fräsen Probleme. Deshalb beschloss der Gemeinderat, den Auftrag für die Anpflanzung zu vergeben - aber die Ausführung von der Witterung abhängig zu machen. Eine komplette Rodung der kranken Kastanien und spätere Anpflanzung mit Bergahorn wurde verworfen: «Der Alleecharakter soll erhalten bleiben», so Dritter Bürgermeister Matthäus Bartenschlager. Für den Aufbau einer Bücherstube, die vorerst vor allem Senioren und der Grundschule zur Verfügung stehe, gewährte der Gemeinderat nach einem Vorschlag von Alfred Schleifer einen einmaligen Zuschuss von 800 Euro. Weitere Zuwendungen sollen von dem Konzept der Betreiber abhängig gemacht werden.

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