Bürger sollen sich zu Stadtplatz äußern

Architekturwoche in Lindenberg eröffnet - Stadtplatz wird Galerie Lindenberg (sen). Die Bürger sollen ihre Meinung zum Lindenberger Stadtplatz sagen. Das ist ein Ziel der Architekturwoche A2. Was dabei herauskommt, wenn Kunst und Architektur gemeinsame Wege gehen, ist noch bis zum 17. Juli vor dem Lindenberger Rathaus zu sehen. Im Rahmen der 2. Architekturwoche (A2) informieren 21 Künstler und Architekten aus Lindau und dem Westallgäu über Projekte und Visionen..

Die großen, farbigen Schachteln am Lindenberger Stadtplatz sind nicht zu übersehen. Wie große Magnete ziehen sie die rund 150 Besucher an, die zur Vernissage 'Einsichten und Aussichten'; einer von Max Schmelcher geschaffenen Rauminstallation, gekommenen sind. Während zwei solcher Schachteln sich dem Thema 'Regionales Bauen' widmen und mit zahlreichen Fotos Beispiele einheimischer Architektur zeigen, widmet sich eine dritte 'Box' einem konkreten Thema: dem Zustand des Lindenberger Stadtplatzes. Aufnahmen aus dem Jahr 1905 Auf einer Außenwand wird die städtebauliche Entwicklung des zentralen Lindenberger Platzes anhand von Fotomaterial gezeigt, wobei die ältesten Aufnahmen aus dem Jahr 1905 stammen. Betritt man die Box, so empfängt den Betrachter eine Fotoserie, wie sich der Platz zur Zeit präsentiert. Die fotographische Darstellung des Platzes und die Titel der einzelnen Bilder sprechen eine klare Sprache. Viel Kopfsteinpflaster, ein öffentliches WC und weite, leere Flächen üben deutliche Kritik am jetzigen Zustand von Lindenbergs 'guter Stube'. Jeder Besucher hat die Möglichkeit, seine Anregungen, Wünsche und Meinungen schriftlich zu formulieren oder auf großen weißen Blättern den Platz graphisch zu gestalten. Eine Methode, die Lindenbergs Bürgermeister Johann Zeh als 'spannende Sache' bezeichnet. Er spricht dabei von 'interessanten Perspektiven, die immer dann entstehen, wenn Bürger ihre Ideen einbringen können.' Der Lindenberger Rathauschef sieht in der Ausstellung eine Chance, eine dauerhafte Umgestaltung des Platzes auf den Weg zu bringen. Einer der Initiatoren der A2, Heinz-Werner Nottberg, sieht den Hauptzweck der einwöchigen Aktion mit zahlreichen Workshops, Vorträgen und Aktionen darin, bei Fragen der Städteplanung und -umgestaltung 'der Öffentlichkeit den Blick zu öffnen und das Interesse für derartige Projekte zu wecken', so der Lindenberger Architekt. Für ihn ist Architektur ein wichtiger 'Begegnungspunkt zwischen Mensch und Umwelt', was Max Schmelchers Rauminstallation 'Einsichten und Aussichten' anschaulich beweist. Zahlreiche Röhren gewähren den Betrachter Einsichten und Durchblicke, Durchsichten und Einblicke in Alltäglichkeiten oder einfach nur in andere Gesichter.

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