Buchloe
Buchloe spielend kennenlernen

Zugegeben, die Frage nach Reiter Ludger Beerbaum und der olympischen Goldmedaille war noch einfach zu beantworten. Auch für jemanden, wie mich. Einen, der nicht in Buchloe groß geworden ist und nicht hier wohnt. Dass Beerbaum 1992 in Barcelona im Einzel den Titel holte, gehört quasi zum sportlichen Grundwissen. Aber es ist eben nur eine von 60 Wissensfragen, die im Buchloe-Spiel gestellt werden. Bei anderen Fragen wird es da schon schwieriger.

Gemeinsam mit dem Städte-Spiel-Verlag hat die Stadt Buchloe dieses Spiel erstellt - mit sieben verschiedenen Varianten. Was im ersten Moment ein wenig befremdlich erscheint: Es gibt keine direkten Antworten. Diese werden auf dem passenden Bildpaar lediglich mit einer Gegenfrage gegeben. Beim Bahnhofsgebäude zum Beispiel. Dort steht es auf einer der beiden Karten: «Wie heißt das 1967 erbaute Bahnhofsgebäude im Volksmund?». Dass die richtige Antwort «Hasenstall» lautet, wird auf der anderen Karte folgendermaßen erklärt: «Wann wurde das schöne alte Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1874 abgebrochen und durch den Hasenstall ersetzt?». Die Antwort darauf freilich gibt es wiederum auf der ersten Karte.

Bei drei der sieben Spielarten spielen die Inhalte aber ohnehin keine Rolle. Wie beim Gedächtnisspiel: Alle Bildkarten werden gemischt und verdeckt. Und dann läuft das Ganze wie beim Memory. Sprich: zwei Karten nacheinander aufdecken, gleiche Motive finden. Eine weitere Möglichkeit ist das Würfelspiel, bei dem nicht zwei Karten aufgedeckt werden dürfen, sondern eben genau so viele, wie Augen auf dem Würfel erzielt werden. Die dritte Abwandlung des Spiels wurde speziell für kleinere Kinder entwickelt. Einige Karten werden dabei mit der Bildseite nach oben ausgelegt. Alle versuchen, sich die Motive einzuprägen, dann nimmt der Spielleiter eine Karte vom Tisch, während die Kleinen ihre Augen geschlossen halten. Die Karte darf letztlich der behalten, der zuerst entdeckt, welches Motiv nun fehlt.

Für die größeren Spieler gibt es zum einen das Wissensspiel, bei dem es lediglich darum geht, die richtigen Antworten zu geben. Etwa den Namen des Nobelpreisträgers der Medizin, der in Buchloe aufwuchs (Professor Dr. Erwin Neher), das Baujahr des neuen Wasserturms (1974), das Patrozinium der Stadtpfarrkirche (Mariä Himmelfahrt) oder die Einrichtung, die bis zum Jahr 1982 zusätzlich im Rathaus untergebracht war (Schule). Die schwierigste Variante ist ohne Zweifel die Kombination aus Gedächtnis- und Wissensquiz. Der Spieler deckt dabei eine Karte auf, muss die gestellte Frage beantworten und anschließend auch noch versuchen, die passende zweite Bildkarte zu finden. Behalten darf er das Kartenpaar nur dann, wenn auch die richtige Antwort gegeben wurde.

Was sich vor dem Spielen noch recht kompliziert anhört, ist in der Praxis gar nicht so schwer. Und so kann sich auch ein Auswärtiger spielend mehr Wissen über Buchloe aneignen.

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