Buchel-Sanierung geht heuer voran

Von Heiko Wolf | Marktoberdorf Das Marktoberdorfer Naherholungsgebiet Buchel bekommt allmählich ein anderes Gesicht: In den nächsten Wochen soll die neue Beschilderung von Rübezahl-Brunnen und anderen Sehenswürdigkeiten für Fußgänger stehen, und im Laufe des Sommers wird laut Bürgermeister Werner Himmer der Panoramarundweg 'fertig angelegt'. Zudem gehe die notwendige Auslichtung einzelner Bäume weiter.

Wegen letzterem hatte sich eine Leserin an unsere Zeitung gewandt: Die Marktoberdorferin, die nach eigener Aussage oft die Buchel besucht, befürchtet durch 'massive Abholzaktionen' zum einen, dass den in dem 'Stadtpark beheimateten Rehen der ohnehin beschränkte Lebensraum entzogen' werde. Zum anderen befürchtet sie einen Kahlschlag. Die Stadtverwaltung verweist indes auf ihre enge Abstimmung mit forstwirtschaftlichen Beratern. 'Wir machen keinen Kahlschlag', so Himmer. Stadtbaumeister Herbert Sauer erläutert: 'Es geht darum, zugewachsene Sichtbeziehungen wieder herzustellen.' Mit dem seit über drei Jahren laufenden Projekt der Buchelsanierung und -verschönerung betraut ist der Arbeitskreis Siedlung, Landschaft und Verkehr der hiesigen Agenda-21-Gruppe. Auch laut deren Sprecher, Thomas Pihusch, gibt es 'nur punktuell' Fällaktionen.

Blick auf Schloss und Stadt freihalten

Diese begründet Pihusch zum einen ebenfalls mit der Förderung der Sichtachsen. Bereits vor zwei Jahren hätten etliche Stadträte und Bürger in einer gemeinsamen 'Auslichtungsaktion' ja damit begonnen, indem sie den Panoramablick von der Ostseite der Buchel aus auf Stadt und Schloss freilegten. Die Auslichtung gehe immer dann weiter, wenn der Berg- oder Stadtblick 'völlig zuwächst', zurzeit etwa im Südosten des neuen Spielplatzes nahe dem Karl-Maurer-Weg.

Zudem dienten die Maßnahmen keinesfalls der Buchel-Rodung, sondern gerade der Förderung und Pflege einzelner, teilweise exotischer Baumarten, erklärt Pihusch, selbst studierter Forstwirt: 'Die Buchel oder Luitpoldhöhe ist vom Grundcharakter her ein Waldpark, wobei der Schwerpunkt auf Wald liegt.' Von Zeit zu Zeit würden einzelne Bäume ausgelesen, damit etwa eine Douglastanne oder ein Kirschbaum genug Licht bekomme. So werde die Vielfalt der Bäume insgesamt gestärkt.

Bei dem Panorama-Rundwanderweg wiederum, dessen Fertigstellung schon im Vorjahr geplant war, gab es laut Bürgermeister Himmer noch Klärungsbedarf mit einem privaten Grundeigentümer. Mittlerweile sei der Grundstückstausch zwischen ihm und der Stadt Marktoberdorf aber 'abgesprochen'. Bei dem betreffenden Wegstück geht es um die südliche Fortsetzung des bestehenden Buchel-Wegenetzes vom Buchelkindergarten über den Westhang des Skibichels in Richtung Franz-Schmid-Straße und Krankenhaus. Die für den Weg angesetzten Kosten von rund 40 000 Euro werden Himmer zufolge von den dafür bereitgestellten 'Vermächtniserträgen' aus dem Erbe der Eheleute Emmi und Clemens Fendt bestritten.

Ebenfalls zur Aufwertung der Buchel beitragen soll die neue Beschilderung. Die Tafeln lagern bereits am Bauhof. Thomas Pihusch zufolge werden sie demnächst aufgestellt. 'Bisher wurde zum Beispiel nur auf den Rübezahl-Brunnen, den Aussichtspunkt Drei Bäumle oder die Spielplätze hingewiesen', erläutert Pihusch. Jedes neue Schild enthält dagegen das Schlagwort 'Buchel' samt einem skizzierten Baum.

Außer den Sehenswürdigkeiten sei der komplette Panorama-Rundweg ausgeschildert. Neben der eigentlichen Buchel erhielten auch die Zugangswege an der Eberle-Kögl/Füssener Straße, an der Schützenstraße und beim Krankenhaus Wegweiser.

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