Brauerei will Baurecht erstreiten

Bad Grönenbach/Augsburg (br). - Was sich als Rechtsstreit zwischen der Memminger Brauerei und der Gemeinde Bad Grönenbach schon über mehrere Jahre hinzieht, wird heute Vormittag vor dem Verwaltungsgericht in Augsburg verhandelt: Die Brauerei will östlich des 'Post'-Saales auf eigenem Grund ein Mehrfamilienhaus bauen. Dies hat die Gemeinde bislang stets abgelehnt. Der Bauantrag der Brauerei stammt aus dem Jahr 1999. Er sieht auf der Grünfläche beim Gasthaus 'Post' ein Mehrfamilienhaus vor. Weil der gemeindliche 'Bebauungsplan Ortskern' diesen Bereich als schützenswerte Grünfläche ausweist, war der Antrag im Gemeinderat abgelehnt worden. Rechtskräftig war dieser Bebauungsplan damals zwar noch nicht, aber er war ' in Aufstellung befindlich', wie Bürgermeister Bernhard Kerler rekapituliert. Die Plan-Anfänge datieren aus dem Jahr 1991; das verwaltungstechnische Verfahren hat sich schließlich geraume Zeit hingezogen, ehe der Bebauungsplan 2001 und nach einer Abänderung endgültig 2003 rechtskräftig wurde.

Rudolf Meinl, stellvertretender Bauamtsleiter in Bad Grönenbach, bekräftigt auf Nachfrage der Memminger Zeitung die ablehnende Haltung der Gemeinde, die das strittige Gelände als 'erhaltenswerten Gartenbereich' einstuft. Ausdrücklich hat das Landratsamt die Auffassung der Gemeinde bestätigt. Gegen diesen ablehnenden Bescheid zieht die Memminger Brauerei nun zu Felde, so dass sich heute vor dem Verwaltungsgericht als beteiligte Parteien der Rechtsanwalt der Brauerei sowie Ruth Thrä als zuständige Abteilungsleiterin beim Landratsamt und Bürgermeister Kerler wieder sehen. Man müsse abwarten, was vor Gericht herauskomme, meint Bernhard Kerler, der auf ein Gespräch verweist, das er mit Brauerei-Chef Jochen Kesselschläger in der umstrittenen Angelegenheit geführt hat. Gegenüber unserer Zeitung wollte Kesselschläger vor der Verhandlung keine Stellungnahme zur umstrittenen Bau-Angelegenheit abgeben. Nicht eindeutig geregelt zwischen Gemeinde Bad Grönenbach und Memminger Brauerei ist bislang eine weitere Angelegenheit: Gegenüber dem Gasthaus 'Adler' hatte die Gemeinde - unter der Regie von Bürgermeister Dieter Goos - Parkplätze befestigt, die auf dem Grund der Brauerei liegen. Zeitweise waren diese Parkplätze von der Brauerei abgesperrt gewesen. Später wurde das Parken geduldet. Jetzt bleibt abzuwarten, wie hier eine Einigung aussehen wird. Eine denkbare Variante ist auch, dass die Gemeinde Grund von der Brauerei erwirbt.

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