Kaufbeuren / Neugablonz
«Brauchen endlich eine Heimat»

Eine Unterkunft für die Ortsgruppen zu schaffen - das war 2009 und ist auch 2010 weiter ein vordringliches Ziel der BRK-Wasserwacht in Kaufbeuren. Dies erklärten Elmar Gailhofer, Vorsitzender der Ortsgruppe Kaufbeuren, sowie der Technische Leiter der Wasserwacht, Eric Langmayer, bei der gemeinsamen Jahresversammlung der Ortsgruppen Kaufbeuren und Neugablonz im Rotkreuzhaus. Zu weit verstreut seien derzeit die Gerätschaften und das Büromaterial untergebracht.

«Jahr des Wartens»

Das vergangene Jahr nannte Gailhofer «das Jahr des Wartens». Zunächst habe es Probleme mit der Bereitstellung des Darlehens gegeben. Als schließlich die Zusage kam, seien immerhin sechs Monate ins Land gegangen und es verstrich die beste Jahreszeit für einen Bau. Bis dann weitere Probleme, beispielsweise mit der Statik, gelöst waren, habe der Winter vor der Tür gestanden. Derzeit würden diverse Kostenvoranschläge eingeholt. Man sei zuversichtlich, dass im Frühjahr mit dem Bau des Heims an der Johannes-Haag-Straße begonnen werden kann. Langmayer brachte auf den Punkt, was den Angehörigen der Ortsgruppen auf den Nägeln brennt: «Wir brauchen endlich eine Heimat.»

Der Badetag für Frauen, seit Herbst 2008 im Angebot, werde gut angenommen. Man sei von der Regelung, diesen zweimal im Monat anzubieten, wieder abgekommen. Weibliche Schwimm-Aufsichten stünden ausreichend zur Verfügung. Einen herben Rückschlag habe die Jugendarbeit im vergangenen Jahr erlitten, so Gailhofer weiter. Ohne die Angabe von Gründen und mit sofortiger Wirkung habe Florian Kratz, Jugendleiter beider Ortsgruppen, sein Amt niedergelegt. Derzeit sei man bemüht, die klaffende Lücke wieder zu schließen.

«Sehr bewegend» nannte Gailhofer den Vortrag im Stadtsaal über die Katastrophe von Bad Reichenhall. Er habe vor Augen geführt, wie sehr ein derart langer Einsatz die Rettungskräfte seelisch und körperlich belasten kann. Deutlich sei auch worden, welche Probleme die Koordination einer großen Zahl von Rettungskräften bereiten kann.

Dem umfassenden Bericht Gailhofers folgte der des Technischen Leiters Langmayer. Die dreitägige, groß angelegte Hochwasserschutzübung in Ingolstadt bleibe den fünf Rettern aus Kaufbeuren und dem Landkreis als «interessante Erfahrung» in Erinnerung, sagte er. Überhaupt richte man sich bei den Ortsgruppen immer mehr auf Hochwasser-Einsätze ein.

Kaufbeuren stelle Taucher für einen Tauchtrupp des BRK-Kreisverbandes zur Verfügung. Erfreulich sei, dass die Ortsgruppe Kaufbeuren ein vier Meter langes Aluminium-Rettungsboot mit einem starken Außenbordmotor erhalten habe (wir berichteten). Das Boot sei mit Rädern an Rumpfunterseite ausgestattet und damit für den Hochwassereinsatz geeignet. Der ebene Boden im Bootsinneren ermögliche erste medizinische Hilfsmaßnahmen nach der Rettung Verunglückter.

Weitere «Baustelle» sei - neben der der Errichtung einer Vereinsunterkunft - das Qualitätsmanagement.

Sonja Erben und Sabrina Melicharek berichteten über die Jugendarbeit beider Wasserwacht-Ortsgruppen. BRK-Kreisverbands-Vorsitzende Barbara Strobel ehrte Sandra Schneider für deren 25-jährige aktive Mitgliedschaft bei der Wasserwacht mit der Silbernen Ehrennadel.

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