Blumen für die Landtagsabgeordnete

Pfronten (lck). - In einer Halbjahresbilanz hat die im September neu gewählte Ostallgäuer Landtagsabgeordnete Angelika Schorer Stellung zur Reformpolitik von Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber genommen. Im Gasthof 'Engel' war sie bei der Jahresversammlung der Pfrontener CSU zu Gast. Pfrontens CSU-Chef Manfred Seeboldt strich das Spitzen-Ergebnis der Newcomerin Schorer im Maximilianeum heraus. 'Angelika, es ist wirklich beachtlich, was du in dieser kurzen Zeit geleistet hast', sagte Vorstandsmitglied Dr. Alois Kling. Die Beckstettener Abgeordnete stehe klar aber nicht unkritisch hinter Stoibers Reformbemühungen. Denn gerade dessen Vorgehensweise sei anfangs eher unglücklich gewesen. Betroffene Gruppen habe man im Vorfeld nicht einbezogen, fand Dr. Kling. Dies habe sich erst mit der Klausurtagung in Wildbad-Kreuth geändert, als die Landtags-CSU ihre Vorstellungen formulierte, berichtete Schorer. Rüdiger Bayer, Vorsitzender des Wehrpolitischen Arbeitskreises Füssen-Pfronten, beklagte eine unglückliche Informationspolitik. So hätten einzelne Interessenvertreter etwa beim achtstufigen Gymnasium unsachlich Meinung schüren können. Viel lieber hätte sie natürlich in einer Zeit angefangen, in der viel zu verteilen sei, sagte Schorer. Andererseits biete der Umbruch große Chancen. Man wolle nicht warten bis die Finanzen wie in anderen Bundesländern am Boden lägen. Einen Schnitt machen und Spielräume erhalten heiße die Devise. Zur Kommunalpolitik kam Vize-Bürgermeister Walter Moller zu Wort. Die Ausführungen Schorers zur Bezuschussung von Kanalbauten seien Anlass zu prüfen, ob alle in Pfronten geplanten Maßnahmen angemeldet seien. Damit in dieser wichtigen Angelegenheit - 38 Prozent Kanal fehlten noch - nichts versäumt werde. Anknüpfungspunkte in Schorers Ausführungen fand Moller auch bei der Pflege von Bergwiesen und Bergwald. Hier dürfe es keinen Abbruch geben. Als Waldmeister der Gemeinde wisse er, wie wichtig eine fachkundige Beratung für eine ideale Bewirtschaftung sei. Es handele sich lediglich um eine Reform der Forstverwaltung, sagte Schorer. Sie stellte klar, dass die Schutzwaldförderung nicht eingestellt werde. Mit projektbezogener Bezuschussung wolle man einen besseren Weg als zuvor gehen. Beim Bergwald herrsche im Ober- und Ostallgäu das Problem, dass sich hier der Forst fast ausschließlich in Privatbesitz befinde. Manfred Seeboldt setzte sich kurz mit der Pfrontener Finanzpolitik auseinander. Die Ablehnung des Haushaltes im vergangenen Jahr habe der CSU viel Kritik eingetragen. Die Ablehnung einer Neuverschuldung habe jedoch Signalwirkung gehabt. Heuer sei ein 'verantwortbarer Wert' herausgekommen, so Seeboldt. Insgesamt habe man einen soliden Haushalt, der es sogar vertragen habe, dass 500000 Euro fällige Straßenherstellungsbeiträge noch nicht eingehoben wurden.

Vieles wurde möglich gemacht 'Man sieht, dass unser Umsatz nicht so hoch ist wie die Hotelkosten von Bundesbankpräsident Welteke', sagte Engelbert Häfele augenzwinkernd. Der Kassier dankte allen Beitragszahlern, Spendern und Mitarbeitern der Ortspartei. Sie haben die Aktionen möglich gemacht, die Ortsvorsitzender Seeboldt zuvor in Erinnerung gerufen hatte: Den Besuch von Horst Seehofer in der Allgäu-Klinik, einen Vortrag zum Islam des hessischen Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer, den Besuch von Landwirtschaftsminister Josef Miller, eine Veranstaltung der Kandidaten zur Bezirks- und Landtagswahl. Und nicht zu vergessen: eine Besichtigung der Höllschlucht als Würdigung der Arbeit des gemeindlichen Bauhofes.

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