Scheidegg
Blasenberglift zu verschenken

Was mit dem Blasenberg-Lift passiere, hatte Gemeinderat Karl-Heinz Schorer in der letzten Haupt- und Tourismusausschusssitzung in Scheidegg wissen wollen. Bürgermeister Ulrich Pfanner hatte versprochen, mit dem zuständigen Ski-Club darüber zu reden. Die Heimatzeitung sprach mit Konrad Fäßler, Vorsitzender des Ski-Clubs Scheidegg.

Der Skilift am Blasenberg steht seit vier Jahren still. Wie soll es nun weitergehen?

Fäßler: Der Lift wird auch heuer nicht laufen. Es rentiert sich einfach nicht mehr, weil der Unterhalt zu teuer ist.

Wieso rentiert es sich nicht mehr?

Fäßler: Wir haben Kosten, die wir nicht alleine tragen können. Zuschüsse bekommen wir nicht. In Scheidegg gibt es zwei Liftanlagen. Die Gemeinde bezuschusst aber nur den Luggi-Leitner-Lift. Nur durch Mitgliedsbeiträge können wir den Unterhalt für den Lift nicht stemmen.

Haben Sie eine Erklärung, wieso die Gemeinde den Blasenberg-Lift nicht bezuschusst?

Fäßler: Der Luggi-Leitner-Lift wird zum Beispiel bezuschusst, weil er schneesicherer ist und sehr gut angenommen wird. Außerdem hat er einen sehr langen Hang. Im letzten Jahr hat der Luggi-Leitner-Lift über 100 Betriebstage gehabt. Der Blasenberglift lief in seiner besten Zeit vielleicht 40 Tage, und das nur am Nachmittag für zwei Stunden. Er ist nicht attraktiv genug. Deshalb ist der Lift auch nicht kostendeckend zu betreiben.»

Wäre der Blasenberg-Lift jederzeit wieder betriebsfähig?

Fäßler: Das wäre er schon, aber wir müssten die Kosten für TÜV und Reparaturen tragen. Um den Lift wieder zum Laufen zu bringen, müssten wir alleine 5000 Euro für Reparaturen ausgeben. Personal ist auch schwierig zu finden, aber davon möchte ich es nicht abhängig machen, ob der Lift wieder betrieben wird oder nicht.

Was passiert dann mit dem Blasenberglift?

Fäßler: Es läuft darauf hinaus, dass der Lift irgendwann abgebaut wird. Allerdings sind die Kosten für den Abbau sehr hoch, die unser Verein nicht schultern kann. Wir brauchen unser Geld für den Sportbetrieb. Vielleicht findet sich jemand, dem wir den Lift schenken können. Wir würden das sofort machen. Demnächst werde ich mit dem Bürgermeister reden, weil aus unserer Sicht klare Festlegungen fehlen, wer für den Lift zuständig ist.

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