Oberallgäu
«Bis jetzt ist das ein schwacher Winter»

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Nachdem das fürs Wochenende angekündigte Schneetreiben im Oberallgäu großteils ausgeblieben war, rieselten gestern in der Region fast den ganzen Tag über Schneeflocken vom Himmel. Die machten den Räumdiensten wenig zu schaffen, manchen Autofahrern allerdings schon.

Gab es bis zum frühen Nachmittag nur kleinere Rutschunfälle auf Nebenstraßen, so krachte es später, beispielsweise auf der B 12 bei Kempten, heftig. Auf schneeglatter Fahrbahn war dort um 15.45 Uhr eine Autofahrerin ins Schleudern geraten und mit einem Wagen zusammengeprallt. Die B 12 musste über eine halbe Stunde voll gesperrt werden (siehe vorige Seite), drei Personen erlitten Verletzungen.

«Ein Klacks ist das»

Zurück zum Wetter. «Ein Klacks ist das, was da vom Himmel kam,» sagt Oy-Mittelbergs Bauhofleiter Hans Müller und meint die Menge, die es gestern geschneit hat. «Wir haben vier, fünf Zentimeter Neuschnee.» Für ihn und seine sechs Mitarbeiter sei gestern ein ganz normaler Räum- und Streutag gewesen, ohne besondere Auffälligkeiten.

«Bis jetzt ist das ein schwacher Winter,» schätzt der Fachmann ein und vergleicht mit 2005/2006, «als es von Oktober bis Mai geschneit hat und Dächer mit vereistem Schnee abgeschaufelt werden mussten».

Kontrollblick um 3.30 Uhr

Allerdings sind im Winter die Nächte der Bauhofmitarbeiter meist recht kurz. Gegen 3.30 Uhr gibts einen Kontrollblick aus dem Fenster. Auch in Waltenhofen. Dort macht sich dieser «Weckdienst» dann mit dem Wagen auf den Weg nach Hellengerst und Memhölz, überprüft die Straßen auf Vereisung oder Schneeverwehungen. «Ab vier Uhr wird in der Regel gestreut. Falls Schnee geräumt werden muss, fangen wir noch früher an,» sagt Bauhofleiter Hubert Fink. «Zuerst sind die Straßen dran, auf denen die Busse fahren.

» Gestreut wird mit einem Salz-Kies-Gemisch, von dem meist über 300 Tonnen im Winter gebraucht werden. «Das Lager ist noch gut gefüllt.»

Wenn es innerorts zu viel Schnee hat und er nicht mehr auf freie Flächen geschoben werden kann, dann wird das kalte Weiß auf einen Lastwagen geladen und auf Gemeindegrund abgekippt. Fink: «Weils aber bislang so wenig geschneit hat, haben wir das diesen Winter noch nicht machen müssen.»

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