Biessenhofen
«Bildungseinrichtung, nicht Bewahranstalt sein»

«Riesige Schritte ins Leben»: Unter diesem Motto steht die Kinderkrippe «Riesenmax» im Biessenhofener Ortsteil Altdorf. In einer kleinen Feierstunde, an der alle drei Biessenhofener Bürgermeister sowie etliche Gemeinderäte teilnahmen, wurde die neue Krippe eingeweiht. Pater Polycarp und Pfarrer Harald Deininger sprachen die Segensworte und wünschten, dass Gottes Segen in die Krippe Einzug halte und sich alle Kinder dort geborgen und angenommen fühlen.

Bürgermeister Wolfgang Eurisch dankte allen Helfern und Mitstreitern bei dem Projekt. Er verglich den Architekten Martin Schaub mit einem Dirigenten, der die Handwerker für die 22 Gewerke wie bei einer Symphonie gelenkt habe, um ein Gesamtkunstwerk zu schaffen. «Das ist Ihnen gelungen», lobte Eurisch. Dass an dem Bauprojekt 17 örtliche Firmen beteiligt waren, zeuge von großem Gemeinsinn.

Derzeit acht Kleinkinder

Seit 2. November läuft der Betrieb in den Räumen des ehemaligen Kindergartens in Altdorf. Daraus ist eine Kinderkrippe mit zwölf Vollzeitplätzen und mit «Wohlfühlatmosphäre» entstanden, wie es bei der Feier hieß: Angefangen vom kindgerechten Spielraum, über den obligatorischen Schlafraum, bis hin zu «niedlichen» Kindertoiletten sei dort alles vorhanden.

Leiterin Regina Kastner und ihre Kollegin Veronika Marker betreuen und fördern dort die Kleinkinder. Schon bei der Umsetzung der Baupläne haben die beiden Kindererzieherinnen ihre Ideen eingebracht. Dass zurzeit nur acht Kinder das Angebot nutzten, sei bestimmt nur der Anfang, so Kastner. Darunter sind auch Kinder, deren Mütter nicht berufstätig sind. «Es geht bei uns auch um Kontakt mit anderen Kindern», erklärt Kastner: «Zusätzlich versorgen wir die Kleinen mit einem Mittagessen.» Ziel dabei sei, dass die Kinder auch spielerisch die Lebensmittel kennenlernen.

In ihrer Rede stellte Kastner die Kleinsten in den Mittelpunkt: «Wir wollen Bildungseinrichtung und nicht Bewahranstalt sein.» Dabei solle das Angebot, welches momentan bedarfsorientiert von 7.30 bis 13.30 Uhr gilt, den Familien die Chance geben, Beruf und Kindererziehung unter einen Hut zu bringen. Kastner zufolge ist die Krippe «Riesenmax» auch als Anlaufstelle für die Eltern gedacht.

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