Wolfertschwenden / Hawangen
«Beträchtliche Belastungen für die Bürger»

Obwohl die Gemeinde Wolfertschwenden beim Landratsamt Unterallgäu Einspruch eingelegt hatte, ist der Bau einer Biogasanlage am Ortsrand nun genehmigt worden. «Es ist unerfreulich, dass das Landratsamt unsere Argumentation in keinster Weise berücksichtigt hat», sagt Bürgermeister Karl Fleschhut. Der Gemeinderat will nun das Genehmigungsverfahren und die darin enthaltenen Auflagen prüfen.

Die durch die Biogasanlage entstehenden Lärm,- Geruchs,- und Verkehrsbelastungen hält Fleschhut weiterhin für unzumutbar. Nicht hinnehmbar sei vor allem die Erschließung der Biogasanlage über den schmalen Weg, der am Kindergarten vorbeiführt und nicht genügend ausgebaut sei. «Bei allem Verständnis für landwirtschaftliche Belange werden die Bürger hier in einem weiten Umkreis beträchtliche Belastungen ertragen müssen.» Gegnerische Fronten im Dorf weiter aufzubauen und den Konflikt weiter anzuschüren, mache aber keinen Sinn und sei nicht Ziel führend, so das Gemeindeoberhaupt.

Neues gibt es auch beim Bau einer Biogasanlage, die am Ortsrand von Hawangen errichtet werden soll. Hier hatte der Bauwerber seine ursprüngliche Bauvoranfrage zurückgezogen und nach einem neuen Grundstück gesucht (wir berichteten). Dies ist ihm mittlerweile gelungen.

Wie Hawangens Bürgermeister Martin Heinz berichtet, soll die Biogasanlage nun im Außenbereich und knapp 400 Meter vom Ortsrand entfernt entstehen. Zudem hat der Bauwerber Unterschriften von knapp 20 Anliegern vorgelegt, die dem Bau am neuen Standort zustimmen. Darüber hinaus müssen bestimmte Auflagen erfüllt werden: So muss die Biogasanlage in definierten Bereichen eingegrünt werden.

Hawanger Räte stimmen zu

Zur Lärmminderung und zur Verbesserung des Landschaftsbildes muss zudem an der Ostseite ein bepflanzter Erdwall aufgeschüttet werden. Die Unterschriften und die Erfüllung der Auflagen waren schließlich ausschlaggebend dafür, dass der Gemeinderat zugestimmt hat.

Der Genehmigungsbescheid des Landratsamtes liegt der Gemeinde laut Bürgermeister Heinz noch nicht vor. Allerdings habe die Genehmigungsbehörde bereits im Vorfeld signalisiert, dass die Anlage den technischen Anforderungen genüge und einem Bau nichts im Wege stehe, so Heinz.

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