Besucher lenken, Natur schützen

Weißenbach (cl). - Im Auftrag des Life-Projektes hat die Firma 'Revital Ecoconsult' ein Besucherlenkungskonzept für das Lechtal entwickelt. Im Life-Projekt werden zwei Pilotprojekte umgesetzt: das Frauenschuhgebiet in Martinau und das Vogelparadies mit Lehrpfad in Pflach. Weiter werden drei Aussichtstürme errichtet und die Instandhaltung dieser Türme organisiert und weitmöglichst finanziert. Der Umsetzungszeitraum für das gesamte Projekt ist rund zehn Jahre. Vor kurzem wurde das Besucherlenkungskonzept Lechtal vor Bürgermeistern und Agrarvereinigungen im Lechtal präsentiert. Bis das gesamte Projekt umgesetzt ist, werden rund zehn Jahre vergehen. Das Besucherlenkungskonzept geht von folgenden Überlegungen aus: Die Lechauen und der Flussraum sind ein traditionelles Naherholungsgebiet für die Anwohner. Praktisch alle Lechauen sind erschlossen oder zumindest leicht erreichbar, da viele Zugänge vorhanden sind. Diese Bedingungen erfordern umfangreiche Maßnahmen, um gleichzeitig den größtmöglichen Schutz für die sensiblen Lebensräume zu garantieren und den Wünschen nach Naturbeobachtung und touristischer Nutzung zu genügen. Das Besucherlenkungskonzept setzt dabei nicht auf Verbote.

Statt Besucher auszusperren, sollen ihnen attraktive Alternativen angeboten werden. Die Akzeptanz in der Region kann nur durch ein leicht verständliches und kompaktes Konzept erreicht werden. Im Leitbild wird auch festgehalten, dass die ökologischen Ressourcen nur erhalten werden können, wenn der Besucherandrang gelenkt wird. Der Lechtalradweg dient als Hauptachse. Er soll nur einseitig geführt werden, um die Störungen auf ein Ufer zu konzentrieren. Wassererlebnisbereiche mit Grill- und Raftingausstiegsstellen stellen attraktive Alternativen zum 'Wildwuchs' dar. Natürlich werden nicht in allen Zonen die gleichen Maßnahmen umgesetzt. In jeder Zone werden - je nach Gegebenheiten - unterschiedliche Einrichtungen geschaffen. Für die weiteren Maßnahmen sollen die Gemeinden ein 'Handbuch' bekommen, um sensible Zonen zu schützen und in naturverträglichen Gebieten Besuchereinrichtungen zu erstellen. Das Konzept ist also keine verbindliche Auflage des Life-Projektes für die Region, sondern ein Nachschlagewerk für eine möglichst naturverträgliche Nutzung. Gemäß dem Wunsch der anwesenden Bürgermeister, wird das Konzept zur Begutachtung an alle Natura 2000 Gemeinden versandt. Bis Mitte des Jahres können Sie ihre Änderungswünsche vorbringen.

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