Berufung erkennen und annehmen

Memmingen (g). - Im Beisein von zehn Priestern, drei Diakonen und des ehemaligen Weihbischofs Max Ziegelbauer hat Monsignore Michael Kögl mit einem festlichen Gottesdienst in St. Josef sein goldenes Priesterjubiläum gefeiert. Einem geistlichen Konzert gleich kam die musikalische Gestaltung durch den Kirchenchor unter Christian Weiherer. Der frühere Stadtpfarrer von St. Josef, Domkapitular Peter Manz, nannte in der Festpredigt das Anliegen des Jubilars an die zahlreichen Gottesdienst-Besucher: Die eigene Berufung zu erkennen und anzunehmen, Veränderung zu wagen und erfolgreich zu bewältigen. Zur feiernden Gemeinde zählte auch die Gruppe Gehörloser, die Kögl seelsorgerlich betreut. Für sie wurden alle Texte in die Gebärdensprache übersetzt.

An die Eucharistiefeier schloss sich ein Empfang im Pfarrsaal an. Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Hildegard Niggl übermittelte dem Jubilar die 'große Freude und Dankbarkeit', die dem immer noch unermüdlich vor allem auch in den Filialen Volkratshofen und Ferthofen tätigen Seelsorger als Jubiläumsgabe entgegengebracht werde. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger erinnerte daran, dass der Jubilar bereits das 'Stadtsiegel' erhalten habe und lobte vor allem dessen Toleranz, die weit über politische und Konfessionsgrenzen hinaus reiche. Stadtpfarrer Schmid hob die seelsorgerliche Mitarbeit in der Pfarrei Christi Auferstehung hervor und Weggefährte Ulrich Huber gab einen Bericht zur beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeit Kögls: Als Pädagoge am Bernhard-Strigel-Gymnasium erteilte er 32 Jahre lang Religionsunterricht, in der Freizeit leistete er fast ebenso lange überaus einsatzbereit Aufbau- und Führungsarbeit in der katholischen Organisation KSJ (Katholische studierende Jugend). Engagierte Gruppenarbeit, Zeltlager und Fahrten, zeitgemäße Gottesdienstgestaltung, Persönlichkeitsbildung und die Leitungsfunktion im Stadtjugendring wurden ebenfalls genannt. Landesbischof i. R. Heinz Hermanns nannte als Präsident des Memminger Rotary Clubs den Jubilar einen 'Mann mit Standpunkt'. Kögl bekannte sich in einer bewegenden Danksagung zur Ökumene und wünschte, 'dass die Freundschaft unter allen Menschen noch mehr gepflegt und der Friede Wirklichkeit wird'.

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