Bergauf, bergab, bergauf, bergab

Von Benjamin Schwärzler | Oberstaufen/Lindenberg Vor 15 Jahren hat alles angefangen. Damals hat Rolf Schlachter von einem Skitouren-Wettkampf in der Schweiz gelesen, bei dem 4500 Höhenmeter zurückzulegen waren. Er hat sich angemeldet - und die Feuertaufe prompt bestanden. 'Mit entsprechendem Training ging das', erinnert sich der 47-Jährige. So ist aus dem passionierten Hobby-Skitourengeher nach und nach ein ambitionierter Sportler geworden. Seit einigen Jahren nimmt der Simmerberger regelmäßig an Wettkämpfen teil, unter anderen in Frankreich, Italien und der Schweiz.

Natürlich ist Rolf Schlachter auch nächstes Wochenende dabei, wenn die DAV-Sektion Oberstaufen-Lindenberg die 3. Hochgrat-Skirallye ausrichtet. Obwohl der Wettkampf (einer von drei im DAV-Skitourencup 2008) auch als deutsche Meisterschaft gilt und fast die gesamte deutsche Nationalmannschaft - darunter Lokalmatador Toni Steurer (Oberstaufen) - am Start ist, richten sich die Veranstalter ausdrücklich auch an Hobbyläufer ohne oder mit nur wenig Rennerfahrung. 'Wir wollen jedem die Möglichkeit bieten, an der Rallye teilzunehmen', betont Sektionsvorsitzender Christian Bleyle.

Und Rolf Schlachter ergänzt: 'Die Strecke ist für jeden einigermaßen trainierten Skitourengänger gut zu bewältigen.' Es gibt auch eine spezielle Gruppenwertung für Hobbyläufer, in der die besten drei Ergebnisse gewertet werden.

Erwartet werden insgesamt 100 bis 120 Teilnehmer, die nach dem Start an der Talstation über die Obere Lauchalpe und das Staufner Haus einen Aufstieg bis zum Gipfel bewältigen müssen. Eingebaut sind auch Passagen, auf denen die Skier abgeschnallt und getragen werden müssen. Anschließend erfolgt die Abfahrt zurück zur Talstation. Während für die Jugendklasse (15 bis 19 Jahre) das Rennen nun bereits beendet ist, muss sich das restliche Teilnehmerfeld nun nochmals nach oben begeben. Auf diese Weise werden drei Aufstiege und drei Abfahrten bewältigt - insgesamt 1500 Höhenmeter.

Im Durchschnitt werden für die Hochgrat-Skirallye rund zwei Stunden benötigt. Das zeitliche Verhältnis zwischen Aufstieg und Abfahrt liegt dabei etwa bei 5:1. 'Ein guter Aufsteiger hat also bessere Chancen als ein guter Skifahrer', sagt Schlachter, betont aber: 'Jeder Sturz auf der Piste kostet Zeit.'

Natürlich werden die Skibergsteiger auf ihrer Tour verpflegt. Es gibt auf der Strecke beispielsweise Elektrolythgetränke, Müsli- und Energieriegel. 'Trinken ist das Wichtigste', sagt Schlachter, der zudem zu einer möglichst leichten Ausrüstung rät. Vorgeschrieben im Regelwerk sind allerdings Windjacke, VS-Gerät, Rettungsdecke, Rucksack mit Möglichkeit zur Skianbringung und ein Helm. Auch Handschuhe sollten nicht fehlen. 'Als Schutz bei einem Sturz. Das kann sonst sehr schmerzhaft werden', betont Schlachter.

Duell zwischen Vater und Sohn

Neben dem Erleben reizvoller Landschaften ist der Simmerberger vor allem von der familiären Atmosphäre in der Skitouren-Szene begeistert. Diese wird am 20. Januar allerdings auf die Probe gestellt: Mit am Start ist sein 16-jähriger Sohn Jonas, mit dem er trainiert und der in die Fußstapfen seines Vaters treten will. 'Diesen Winter werde ich ihn noch auf Abstand halten können, aber bald wird er mich überholen', räumt der letztjährige Skitourencup-Gesamtsieger der Altersklasse II (41 bis 50 Jahre) ein.

Termin: 3. Hochgrat-Skirallye am Sonntag, 20. Januar, ab 10 Uhr. Registrierung (ab 8 Uhr), Start und Ziel an der Talstation Hochgrat-Seilbahn. Siegerehrung abends in der Steibinger Festhalle. Nachmeldung am Start ist möglich. Nähere Informationen und Anmeldung bei Christian Bleyle unter Telefon (0170) 9165182 oder im Internet.

Das Rennen im Internet:

www.hochgrat-skirallye.de

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