Bereit für den Frühling

Kaufbeuren (ruw). - Der Frühling bedeutet für die Kaufbeurer Stadtgärtnerei Hochsaison - die Vorbereitungen für die Pflege der Grünflächen in Kaufbeuren sind getroffen. Jetzt kümmern sich die Mitarbeiter um die Bepflanzung der städtischen Beete und Grünanlagen sowie die Pflege des Baumbestandes. 'Dieses Jahr machte uns der Schnee einen Strich durch die Rechnung', erzählt Inge Austel, die Chefin der Stadtgärtnerei. Normalerweise hätten ihre Mitarbeiter im Herbst das Laub in den Grünflächen der Stadt entfernt. Weil der Schneefall aber sehr früh eingesetzt hatte, sind diese Arbeiten erst jetzt möglich. Dennoch kann nun die Bepflanzung der Grünflächen planmäßig beginnen. Trotz der langen kalten Witterung sind die Vorbereitungen auf den Frühling schon zum Großteil abgeschlossen: Bereits im Herbst mussten die Pflanzen für die Beete und Grünflächen im Kaufbeurer Stadtgebiet bestellt werden. Seit dem Umzug der Stadtgärtnerei vom Gelände am Waldfriedhof zum Bauhof in der Liegnitzer Straße werden die Pflanzen von außerhalb eingekauft, da 'keine ausreichenden Anzuchtflächen mehr vorhanden sind', sagt Inge Austel. Denn die Zahl der Pflanzen, die die städtischen Beete schmücken sollen, beläuft sich immerhin auf knapp 5000. Und das einzige nach dem Umzug noch verbliebene Treibhaus reicht dazu nicht aus. Dort überwintern nun die mediterranen Sommerpflanzen, zudem werden Dekopflanzen für öffentliche Gebäude wie den Stadtsaal oder das Gablonzer Haus hier aufbewahrt.

Auch eine ganz spezielle Art von Geranien wurde dort durch die kalte Jahreszeit gebracht - sie soll die Blumenkästen am Rathaus zieren. Bei den Blumen, die die kleinen Beete, Verkehrsinseln und Grünflächen zu buntem Leben erwecken, handelt es sich um verschiedenfarbige Bellis (großköpfige Gänseblümchen) und um eine bestimmte Veilchenart, die Stiefmütterchen. Das wichtigste an diesen Pflanzen sei, dass sie schöne kräftige Farben haben und auf jeden Fall frostbeständig sind, so die Leiterin der Stadtgärtnerei. 'Denn es kann im Frühjahr jederzeit noch zu einem Kälteeinbruch kommen.' Aus Kostengründen soll in diesem Jahr an manchen Stellen von Wechsel- auf Dauerbepflanzung umgestellt werden. 'Neben der einmaligen Anpflanzung müssen diese Beete auch gepflegt werden. Und dazu gehört unter anderem die Müllbeseitigung, das Gießen und das Entfernen von Unkraut', erklärt Inge Austel die Entscheidung. Außer mit der Bepflanzung der Beete haben die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei viel Arbeit mit dem Baumbestand. Die Bäume müssen, noch bevor sie beginnen auszutreiben, beschnitten werden. Eine weitere Aufgabe der Mitarbeiter ist das Vervollständigen und Aktualisieren eines Baumkatasters, das bereits im vergangenen Jahr angelegt wurde. Zu diesem Zweck muss jeder Baum im städtischen Grün nummeriert und erfasst werden. So soll eine Datenbank entstehen, die es ermöglicht, Informationen über jeden Baum (wie Größe, Unfallschäden oder eventuell vorhandene Krankheiten) gezielt abzurufen. Bis zur Fertigstellung sei das aber noch ein weiter Weg. Neben dem Baumschnitt und der Katastererstellung werden die zehn Mitarbeiter der Stadtgärtnerei jetzt, da der Frühling so langsam Einzug hält in Kaufbeuren, innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder viel Farbe in das Stadtbild bringen.

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