Beide Pfarrer sagen dem Städtle Servus

Von Brigitte Horn Immenstadt Die gegenseitige Sympathie und Wertschätzung ist unüberhörbar: Während die beiden Immenstädter Pfarrherrn Alois Zeller und Winfried Prinz ganz schweren Herzens von ihrer so lebendigen Gemeinde scheiden, sind viele Gläubige wiederum sehr traurig, dass die beliebten Seelsorger das Städtle zum 1. September verlassen, versichert Josef Albrecht als Vorsitzender der Kirchenverwaltung. Nach fünf Oberallgäu-Jahren folgen die Priester neuen Berufungen; der 54-jährige Alois Zeller wird Diözesanpräses des Kolpingwerks der Diözese Augsburg, und sein 37 Jahre alter Amtsbruder leitet künftig die kleine Pfarrei Dürrlauingen. Beide Geistliche machen kein Hehl daraus, dass es ihnen nicht leicht fällt, dem Städtle Servus zu sagen. Denn sie haben sich in der rund 6500 Gläubige zählenden Pfarreiengemeinschaft Immenstadt-Bühl-Rauhenzell immer sehr wohl gefühlt. Alois Zeller: Es gab keinen Streit und keinen Unfrieden, wir haben stets lebendig miteinander gearbeitet. So ist es den zwei Seelsorgern beispielsweise auch gelungen, den lange vor ihrer Zeit geplanten Bau einer neuen Orgel in die Tat umzusetzen. Ihre Weihe werden sie nun wohl nicht mehr miterleben. Denn dann haben beide Priester bereits ihre neuen Aufgaben übernommen. So wird Alois Zeller in Höchstädt an der Donau aufgewachsen und 1975 zum Priester geweiht als Diözesanpräses die seelsorgerische Betreuung des Kolpingwerks in Augsburg übernehmen, das in der Diözese mit 13 000 Mitgliedern in über 100 Pfarreien verwurzelt ist.

Es betreibt auch eine ganze Reihe von Einrichtungen wie zum Beispiel Kolpingbildungswerk, Sozialstiftungen und Studentenwohnheime. Für Pfarrer Zeller, der auch acht Jahre lang Benefiziat in Marktoberdorf und zwölf Jahre Geistlicher in Gundelfingen (davon sechs Jahre Dekan des Dekanats Dillingen) war, ist das eine vertraute Aufgabe. Kommt er doch aus der katholischen Verbandsarbeit, die er für einen sehr großen, wichtigen Pfeiler der Kirche hält. So ist Alois Zeller schon als Jugendlicher in der Kolpingfamilie groß geworden und diente ihr die letzten 25 Jahre als Ortspräses. Pfarrer Winfried Prinz, ein gebürtiger Memminger, wirkte nach seiner Priesterweihe 1991 in Oberstdorf, zuletzt in Weilheim und davor in Gundelfingen, wo er bereits mit Alois Zeller zusammenarbeitete. Gemeinsam mit ihm kam er dann im Herbst 1999 nach Immenstadt. Weil aber das große Organisieren und Managen nicht so mein Ding ist, hat sich der 37-Jährige dazu entschlossen, das Städtle ebenfalls zu verlassen. Er folgt dem Ruf als leitender Pfarrer in die 1000-Seelen-Gemeinde Dürrlauingen (bei Burgau im Landkreis Günzburg). Auch wenn sich die Geistlichen Immenstadt gleichzeitig aus Immenstadt verabschieden, so wird die Arbeit in der Pfarreiengemeinschaft doch kontinuierlich weitergehen, ist sich Alois Zeller - dem das sehr am Herzen liegt - ganz sicher. Denn sein Nachfolger Anton Siegel (55), der von Königsbrunn ins Allgäu wechselt, sei ein ganz guter Pfarrer und Seelsorger, weiß Zeller. Kennen sich die Amtsbrüder doch bereits seit dem Studium, erlebten zusammen die Priesterweihe und pflegen bis heute gute Kontakte. Unterstützt wird der neue Immenstädter Geistliche, so hat die Diözese bereits mitgeteilt, von Vorruhestands-Pfarrer Werner Schnell.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018