Bei zu lauter Musik gehe ich raus aus dem Laden

Kempten | sf | Eine Vielzahl von Zuschriften erreichte uns zu dem Thema 'Einkaufsmusik'. Die Mehrheit lehnt Hintergrundmusik in Kaufhäusern, Arztpraxen oder Friseursalons ab. 'Bei zu lauter Musik gehe ich raus aus dem Laden', erklärt ein großer Teil, der sich über zu hohe Geräuschkullisse oder falsche Musikrichtung beschwert. Einige Leser sprechen sich aber auch für die Hintergrundmusik aus.

Hier eine Auswahl an E-Mails, Faxen und Briefen in Auszügen:

l Contra Musikberieselung:

'Wir sind einer Unzahl von Lärmbelästigungen ohnehin schon stark ausgesetzt - Orte der Ruhe empfinden wir nicht als belastend, sondern eher als angenehm. Einkaufsmusik ist in fast allen Fällen entbehrlich.' Annette und Gerhard Wagner

'Ich finde die Musikbeschallung in Kaufhäusern und Gaststätten fürchterlich. Das erfüllt teilweise nach meiner Meinung den Tatbestand der Körperverletzung. Aus diesem Grund meide ich grundsätzlich die entsprechenden Läden.' Edeltraud und Dr. Ewald Weitzdörfer 'Abschalten! Die sogenannte Hintergrundmusik ist nichts als Lärmbelästigung.' Rainer Rompeltien

'Ich finde es grässlich immer und überall mit Musik beschallt zu werden. Seitdem an jeder Skihütte laute Musik gespielt wird, gibt es bei mir keinen Einkehrschwung mehr oder nur noch da, wo Ruhe ist.' Monika Nuber

'Es wird viel zu viel akustischer Müll erzeugt. In wenigen Situationen kann Stille beklemmend sein. Ansonsten stört die Beschallung, besonders dort, wo Unterhaltung erwünscht ist. Selbst wenn ein Teil der Gäste lieber Musik hört: Es gibt zu viele Geschmacksrichtungen, sodass der angebotene Musikstil nur einen Teil erfreut.' Dr. Rolf Grebenstein

'Ich bin absolut gegen die Musikberieselung.' Heidi Merk

'Heute vormittag in Kempten zwischen 10 und 11 Uhr: Die Musik hat mich aus jedem Laden getrieben.' Heike Jeron

'Da man sich der visuellen Reize in den Geschäften sowieso nicht erwehren kann, wäre Ruhe für die Ohren dringend angebracht. Von einem 'Einkaufserlebnis' wie es die Geschäfte für ihre Kunden so gerne hätten, sind sie mit der ständigen Berieselung jedenfalls meilenweit entfernt.'

Else Brandl

'Ich finde diese Dauerberieselung in Kaufhäusern, Hotels, Praxen und Studios sehr unangenehm. Noch schlimmer ist die Berieselung in der Vorweihnachtszeit.'

Elisabeth Neher

Außerdem erreichte uns eine größere Anzahl an Zuschriften, deren Verfasser anonym bleiben wollten, die sich aber zum Teil vehement gegen eine Musikberieselung aussprachen. Eine Schreiberin regte sich über das 'ständige Radio-Gedudel' bei ihrem Friseur auf. Sie wechselte zu einem anderen Salon, obwohl sie mit dem Arbeit dort zufrieden war.

l Mit Einschränkungen:

'Musik in Kaufhäusern aber auch bei Sportveranstaltungen ist für mich häufig störend, wenn ich sie bewusst wahrnehmen muss. Gegen dezente Hintergrundberieselung habe ich aber nichts einzuwenden.' Uwe Preissler

'Gegen Hintergrundmusik im Allgemeinen habe ich nichts einzuwenden, da sie in der Tat eine angenehme Atmosphäre schafft. Allerdings stehe ich neulich in der Sportabteilung und plötzlich tönt es aus dem Lautsprecher 'Du hast den schönsten Arsch der Welt'. Es heißt ja immer man möchte bestimmte Kundengruppen in Kauflaune bringen, mir wär sie bei derart sinnigem Text beinahe vergangen.' Claudia Felber

'Musik sollte etwas sein, das man bewusst erleben möchte. Begleitmusik in der Öffentlichkeit kann deshalb nicht alle Geschmäcker befriedigen und sollte schon aus diesem Grund sehr zurückhaltend eingesetzt werden, zu mal in Räumen.'

Benedikt Habermeier

'Nichts gegen dezente Musik im Hintergrund, die durchaus angenehm sein kann. Aber aus vielen Häusern wird man regelrecht vertrieben durch überlaute, nervige Schlager, Beatmusik, Techno und Rapper-Songs.'

Herbert Beck 'Einkaufsmusik stört mich nicht. Ich fühle mich in einem Kaufhaus viel wohler, wenn ich rein komme und es nicht totenstill ist. Nur wenn HipHop, Techno oder Rap gespielt wird, fühle ich mich nicht wohl.' Mona Laub

'Ich persönlich störe mich nicht zu sehr über die den Verkaufsraum überflutenden Hintergrundmusik. Dazu sind die Aufenthalte in den zuständigen Räumen zu kurz.'

Adolf Wagner

l Pro Hintergrundmusik:

'Ich habe die Hintergrundmusik noch nie als störend oder unpassend empfunden. Ganz im Gegenteil: Als Wohlfühlfaktor ist sie für mich schon eher unverzichtbar.' Manfred Reinhardt

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