München / Kempten
Bei Prüfung kennengelernt

Es war Sympathie auf den ersten Blick: Bei der Aufnahmeprüfung zum Jungstudium an der Hochschule für Musik und Theater in München waren sich 2007 der Kemptener Johannes Bauer und der Bad Tölzer John Cooper erstmals begegnet. Die Chemie zwischen beiden stimmte auf Anhieb. Ein Jahr später traten die Klassikgitarristen mit einem Stück gemeinsam in der Uni auf. «Eigentlich nur so zum Spaß, doch das Feedback der Mitstudenten war positiv, so dass wir weitergemacht haben», erzählt der 20-jährige Johannes Bauer. Am Samstag, 30. Januar, spielt er mit John Cooper erstmals in seiner Heimatstadt Kempten.

«Jugend musiziert»-Bundessieger

Mit neun Jahren bekam Johannes Bauer seine erste Gitarre. An der Kemptener Sing- und Musikschule erhielt er viele Jahre lang von Helmut Stamski Unterricht und wurde 2003 Bundessieger beim Wettbewerb «Jugend musiziert». Seit 2008 studiert Bauer nun an der Münchner Musikhochschule bei Professor Matthias Kläger Gitarre. Klavier hat er als Nebenfach. «München ist eine super Stadt. Hier kann man sich hier künstlerisch gut entfalten», erzählt Bauer. Trotzdem fährt er in der Regel alle zwei Wochen heim - nach Kempten.

Im Frühjahr 2009 hatte Bauer zwei einschneidende Erlebnisse: Im März besuchte er mit John Cooper in Köln einen Meisterkurs bei Professor Roberto Aussell. Der argentinische Gitarrist attestierte dem Duo großes Talent und forderte die beiden Gitarristen auf, gemeinsam weiterzumachen. Und dann hatte Bauer noch seinen ersten größeren Auftritt bei einem Benefizkonzert als Solist und Begleiter einer Geigerin. «Von da an habe ich angefangen, Gas zu geben», erzählt Bauer, der Gitarrenklassen in Dießen und Freising leitet.

Mit seinem musikalischen Partner John Cooper (Jahrgang 1991, 1. Preis beim bundesweiten Carl-Schroeder-Wettbewerb) hat er sich auf klassische Werke spezialisiert. «Wir beschäftigen uns viel mit spanisch-romantischer Gitarrenliteratur», so Bauer. Dazu gehören vor allem auch Werke von Fernando Sor (1778 bis 1839) oder von Ferdinando Carulli (1770 bis 1841), die Kompositionen für zwei Gitarren schufen.

Beim Konzert im Haus International wollen die beiden jungen Gitarristen aber auch zeitgenössische Musik oder Filmmusik (etwa «Bad Boy» von Toru Takemitsu) interpretieren und Eigenkompositionen vorstellen. Bauer: «In unseren eigenen Stücken bewegen wir uns in Richtung Jazz und Bossa Nova und haben hier einen eigenen Stil entwickelt.»

Das Bauer & Cooper Gitarrenduo tritt am Samstag, 30. Januar (19 Uhr), im Haus International in Kempten auf. Eintritt frei, Spenden erbeten.

www.bauer-cooper.de

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