bei Pfarrer Klemens Geiger

Wolfertschwenden (sdo). - Der Wolfertschwendener Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung wie berichtet eine Erhöhung der Kindergarten-Gebühren einstimmig abgelehnt. In der Diskussion fielen harte Worte über die Arbeit der Erzieherinnen. Sie wurden von einem Rat als 'unmotiviert, unflexibel und ideenlos' bezeichnet. Die Memminger Zeitung sprach mit Pfarrer Klemens Geiger von der Kirchenstiftung, die Träger des Kindergartens ist, über die Vorwürfe. In der letzten öffentlichen Gemeinderatssitzung wurden die Erzieherinnen des Kindergartens scharf kritisiert. Wie stehen Sie zu den Vorwürfen? Geiger: Zuerst einmal gehören derartige Personaldiskussionen nicht in eine öffentliche Gemeinderatssitzung. Sie wären eigentlich Sache des Trägers. Die Diskussion wurde sehr verletzend und diskriminierend geführt, ich würde sie als 'emotionale Entgleisung' bezeichnen. Unseren Mitarbeitern wird ihre Qualifikation ohne Sachkenntnis abgesprochen. Außerdem sind bei der Kirchenstiftung bislang keinerlei Beschwerden und Vorwürfe eingegangen. Ich habe mich extra nochmals beim Elternbeirat erkundigt, der mir bestätigt hat, dass an ihn keine schwerwiegenden Dinge herangetragen wurden. Vor zwei Jahren wurde sogar schriftlich eine anonyme Elternbefragung durchgeführt, in der dem Kindergarten-Team gute Arbeit bestätigt wurde.

Ich persönlich halte das Team für kompetent, qualifiziert und motiviert. Alle Elternwünsche lassen sich in einem Kindergarten nun mal nicht erfüllen. Eine Gebühren-Erhöhung hat der Gemeinderat einstimmig abgelehnt. Geiger: Und dabei mahnt die Diözese schon seit mehreren Jahren eine Erhöhung an. Die Kindergärten in Bad Grönenbach und Zell, die in einer Pfarreiengemeinschaft mit Wolfertschwenden sind, stehen ebenfalls unter kirchlicher Trägerschaft. Dort liegen die Gebühren höher. Die Differenz zu diesen Einrichtungen sollte nicht zu groß sein. Dem Kindergarten-Team wurde unter anderem auch vorgeworfen, dass es quasi verschlafen hat, einen Zuschuss für Mittagsbetreuung zu beantragen. Geiger: Daran merkt man, dass die Räte sich vorher nicht genau informiert haben. Es müsste ihnen bekannt sein, dass für einen derartigen Zuschuss Voraussetzung ist, dass die Mittagsbetreuung von mindestens 12 Schulkindern in Anspruch genommen wird. Derzeit haben wir vier Schulkinder. Ein Zuschuss kann ab acht Kindern beantragt werden, wenn die Aussicht auf 12 Kinder besteht. Wird es ein klärendes Gespräch zwischen Kindergarten-Leitung, Gemeinderat und Bürgermeister geben? Geiger: Ich habe mich zunächst schriftlich an Bürgermeister und Gemeinderat gewandt und um Stellungnahme gebeten. Die Beitragserhöhung müssen wir noch in Absprache mit der Diözese thematisieren. Mit Elternbeirat, Kindergarten-Team und Träger wird es ein klärendes Gespräch mit der Fachberatung der Diözese geben.

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