Bolsterlang
Bei falschen Worten ertönt lautes Geläut

Turbulent und witzig ist die Komödie «Die Lügenglocke», die die Theatergruppe des Trachtenvereins «DDörfler» aus Bolsterlang für ihre aktuelle Spielzeit einstudiert hat. Premiere ist am 15. Januar auf der Bühne im «Kitzebichl». Regie führten Franz Rietzler und German Buhl, der beim Gautrachtenverband für das Sachgebiet Laienspiel, Dialekt und Brauchtum verantwortlich ist.

Albert (Alexander Hartmann) ist Wirt, Brauer und Bürgermeister. Als in seinem Dorf ein Investor eine Diskothek bauen will, trifft er sich mit den Gemeinderäten Bapischt (Mathias Martin), Josef (Johannes Diringer) und Gustl (Gregor Rohrmoser), um die Angelegenheit bei Bier und Schnaps schon mal «vorzuholzen». Die Vier wittern das große Geschäft und erklären sich spontan bereit, pro Kopf 10000 Euro in das Projekt zu investieren.

Da erscheint der Dorfpfarrer (Franz Rietzler) mit einer schlechten Nachricht: Die Kirchturmglocke ist herabgestürzt und in mehrere Stücke zerbrochen.

Nur durch die Spendenbereitschaft aller Dorfbewohner sei es möglich, eine neue Glocke zu beschaffen, meint der Pfarrer, der mit seiner Bitte um finanzielle Unterstützung beim Bürgermeister und den Gemeinderäten auf taube Ohren stößt. Gerade noch zu großen Investitionen bereit, klagen die vier Gemeindevertreter plötzlich über schlecht laufende Geschäfte, leere Kassen und hohe Steuerzahlungen. An Spenden für eine neue Kirchturmglocke sei momentan nicht zu denken, meinen sie.

Schankkellner Thomas (Florian Bieser) hat die Gespräche in der Gaststube mitgehört und ist entsetzt über so viel Geiz und Verlogenheit. Er will den Gemeinderäten und dem Bürgermeister eine Lektion erteilen und deponiert im Baum vor dem Gasthaus einen Lautsprecher.

Mit dem Sender in seiner Westentasche kann er ein Tonband aktivieren, auf dem lautes Glockengeläut zu hören ist - und das ertönt immer dann, wenn in der Gaststube gelogen, betrogen oder geflucht wird. Eingeweiht in seine Aktion sind der Pfarrer und Wahrsagerin Walli (Elke Natterer), die ein gewisses Ansehen im Dorf hat, nachdem sie vor Jahren prophezeit hat, dass die Brücke über die Bolgenach bei einem Unwetter weggespült wird.

Seine «Lügenglocke» setzt Thomas nicht nur ein, um die Großkopferten zu entlarven. Er kann mit dem unheimlichen Geläut auch seine Herzensangelegenheit mit Wirtstochter Mariele (Michaela Steiner) klären und er kann Wirtin Babett (Manuela Brutscher) überführen, die alten, zähen Schweinebraten als frisch gekochtes Essen an den Mann bringen will. Das unheimliche Glockengeläut verunsichert die Menschen im Dorf sehr, aber ob der Pfarrer damit zu seiner neuen Kirchenglocke kommt

Aufführungen finden statt am 15. (Premiere), 16., 22. und 23. Januar um 20 Uhr im Festsaal «Kitzebichl». Karten im Vorverkauf gibt es in den Gästeämtern der Verwaltungsgemeinschaft.

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