Bei der Sparkasse rücken Bagger an

Von Helmut Kustermann | Memmingen Thomas Munding geht durch die Gänge, zeigt auf eine angerostete Tür und alte Fenster. 'Hier wurde seit dem Bau in den 1960er Jahren nichts mehr gemacht', sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim. Jetzt fahren aber die Bagger auf: Die Sparkasse bricht einen Teil der Hauptstelle ab und ersetzt ihn durch ein neues Gebäude. Das Vorhaben, das über zwölf Millionen Euro kosten wird, soll im Jahr 2010 abgeschlossen sein.

Architekten-Wettbewerb

Es geht um den Bereich der Sparkassen-Hauptstelle, der sich gegenüber der Josefskirche befindet. Die Gebäudeteile entlang der Sedanstraße sind von dem Vorhaben nicht betroffen. Für das Projekt wurde ein Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem sich Stuttgarter Planer durchgesetzt haben.

Das Kreditinstitut habe sich entscheiden müssen, ob es das fragliche Bauwerk generalsanieren oder abbrechen will, so Munding. Wenn man es nun abreiße, habe dies eine Reihe von Gründen: So ließen starre Wände im jetzigen Haus keine 'flexible Gestaltung von Büroräumen' zu. 'Im Neubau werden wir 40 Prozent mehr Mitarbeiter unterbringen', so Munding. Dann würden auch bisher ausgelagerte Abteilungen ins Haupthaus integriert. Zudem gebe es derzeit zu wenig Schulungs- und Besprechungsräume sowie keine Räumlichkeiten für Veranstaltungen. Und schließlich werde man künftig ein barrierefreies Gebäude haben.

Der genaue zeitliche Fahrplan für die Arbeiten steht nach Mundings Worten noch nicht fest. Es sei aber auf jeden Fall geplant, im Laufe dieses Jahres das bestehende Gebäude abzureißen und das Neubau-Vorhaben in der zweiten Jahreshälfte 2010 abzuschließen. Das künftige Haus werde nicht wesentlich anders aussehen als das bisherige, kündigt Munding an.

Erdwärme als Energiequelle

Als Baumaterial für die Fassade sei Stein vorgesehen, 'wir prüfen aber noch alle Alternativen', so der Bankchef. Er betont weiter, dass die Sparkasse ein 'energetisch modernes Gebäude' wolle. So denke man darüber nach, Erdwärme als Energiequelle zu nutzen.

Auch während der umfangreichen Bauarbeiten werde das Kundengeschäft im vollen Umfang am St.-Josefs-Kirchplatz abgewickelt, betont der Vorstandsvorsitzende. Wie viele Mitarbeiter während der Bauphase vorübergehend an einem anderen Sparkassen-Standort eingesetzt würden, stehe noch nicht fest, fügt Munding hinzu.

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